Star Trek und Rick Berman

Peter von Frosta

Lieutenant Junior Grade
Das Problem scheint auch irgendwie zu sein, dass von denen keiner zugeben will, wenn etwas schief gelaufen ist. Da lobe ich mir doch z.B. JMS, der bei den B5 oder Crusade Kommentaren auch schonmal auf seine Fehler hinweist (obwohl der Mann sehr von sich überzeugt ist), oder Joss Whedon, der immer sehr offen kommentiert.
Wer die Ron Moores Galactica Podcast hört wird vielleicht auch den zu Black Market kennen, in dem er darlegt wie scheisse er die Episode findet :D
Vielleicht will Paramount aber auch sowas garnicht, wer weiß.
 
M

Max

Guest
Bemerkenswerter Punkt bei den Personalien...
Selbstkritik ist schon was ganz wichtiges.
Daneben muss man nicht nur den Mut, sondern überhaupt erst einmal die Gelegenheit haben, "neben sich zu treten" und zu reflektieren, ob der eingeschlagene Weg überhaupt das ist, was man sich selbst vorgestellt hat und was das Publikum erwarten könnte. Wer weiß, vielleicht ist das im Alltag eines Produzenten schwieriger als man gedacht hätte...
Womöglich ist Berman nach Jahrzehnten quasi in eine Sackgasse geraten...

Manny Coto... wie passt er in das Bild? War er tatsächlich der Traumkandidat? Staffel 4 hat ja einiges versprochen...
 

Peter von Frosta

Lieutenant Junior Grade
Max schrieb:
Wer weiß, vielleicht ist das im Alltag eines Produzenten schwieriger als man gedacht hätte...
Womöglich ist Berman nach Jahrzehnten quasi in eine Sackgasse geraten...
Das Problem das man als Produzent bzw. generell als Künstler hat ist doch der, dass man irgendwann den Abstand zu seinem Werk verliert. Wenn man dann niemanden hat, der einen auf die Probleme und Fehler hinweist, dann ist der Untergang vorprogrammiert. Leider ist einfach viel zu wenig darüber bekannt, was wirklich hinter den Kulissen von Star Trek passiert.
 
D

D@ve

Guest
zumindest habe ich auf diversen seiten beiträge von fans gelesen, dass die einschaltquoten womöglich falsch übermittelt wurden.
Da ist glaube ich der Wunsch der Vater des Gedanken... Man will sich einfach nicht eingestehen, dass die Quoten schlecht waren und setzt derartige Gerüchte in die Welt... Sowas geht vielleicht EINMAL schief, aber nicht über einen Zeitraum von mehreren Staffeln.

Eigentlich hätte von vornherein klar sein dürfen, das das gar nicht der Fall sein konnte und das man höchstens Folgen erwarten kann, die aufzeigten was zu diesen Standards und Direktiven geführt hat und die gab es bei Enterprise.
Vereinzelt, aber wirklich genutzt hat man die Möglichkeiten nicht, die sich daraus ergeben hätten. Selbst etwas fundamentales wie die oberste Direktive hat man nur ein paar mal am Rande erwähnt, wirkliche Konsequenzen hatte das nie...

Zu Berman:

Was Rick betrifft, dieser Mann hat sich einfach überlebt er meinte einen Roddenbery ersetzen zu müssen,
Naja ich bin da geteilter Meinung, dass es einfach daran lag dass er ZUVIEL Startrek gemacht hat. Wenn Roddenbery noch leben würde und selber weitergemacht hätte, wären wir heute imo auch nicht weiter.
Bei sovielen Folgen ist es normal, dass irgendwann die Luft raus ist.

Der frische Produzentenwind in der letzten Staffel hat viel gebracht, konnte den Absturz der Serie aber nicht auffangen...


Gruß, Dave

PS.: Schade dass dieser Thread fast kompeltt unlesbar ist, weil die Postings von Denobulaner offensichtlich gelöscht wurden. Auf Löschwünsche würde ich grundsätzlich nicht eingehen... Sowas kann man im Kindergarten machen
 

Peter von Frosta

Lieutenant Junior Grade
Nunja, also wenn man das Kapitel über Rick Berman im Buch "40 Jahre Star Trek" liest, fängt man schon an, Rick in einem etwas anderen Licht zu betrachten.
Letztlich ist er trotzdem Schuld am Untergang von Star Trek, selbst schuld wenn er sich immer reinreden lässt ;)
 
D

D@ve

Guest
Letztlich ist er trotzdem Schuld am Untergang von Star Trek, selbst schuld wenn er sich immer reinreden lässt
Imo war der "Untergang" - oder zumindestens eine längere Pause - eine absolut absehbare Sache. Das wäre mit jedem anderen Producer genauso passiert. Wie bei James Bond auch, bräuchte man einen Neuanstrich, einen kompletten Paradigmenwechsel. Das bisherige Startrek-Schema hat über fünf Serien mit über 700 Episoden funktioniert. Aber es ist schlicht und ergreifend ausgelutscht. Ohne ein komplett neues Konzept geht es nicht...

Gruß, Dave
 

Peter von Frosta

Lieutenant Junior Grade
Ich glaube nicht dass das Konzept komplett über den Haufen geworfen werden muss, wie es zum Beispiel die reimagined BSG getan hat. Aber wer auch immer in Zukunft Star Trek in die Hände nimmt, sollte zumindest eine eigene Vorstellung von Star Trek haben und nicht versuchen etwas zu machen, von dem man glaubt das es Gene Roddenberry so gemach hätte.
 
M

Max

Guest
Peter von Frosta schrieb:
[...]und nicht versuchen etwas zu machen, von dem man glaubt das es Gene Roddenberry so gemach hätte.
Das ist sowieso kaum noch der Fall gewesen oder glaubt ihr, dass ein Sisko des späten DS9 in Roddenberrys Sinne gewesen wäre?
 
M

Max

Guest
Ansichtssache; Eine Reformierung Star Treks sollte möglich sein, ohne dass man dem Format die Moralvorstellungen nimmt, die es besonders machten.
 

USS Nelame

Lieutenant
Peter von Frosta schrieb:
Genau das hat DS9 ja richtig gemacht.
Auch wenn ich Max Vorstellung verstehen kann, ich teile die Argumentation von Peter. DS9 hat erst in den neuen Staffeln durch Sisko und gerade den Dominion-Krieg an Charme gewonnen und wurde interessant, davor hatten wir ja fast nur Geschwafel über Propheten, geistesgestörte Beijoraner und Visionen von Folge zu Folge. Nicht alles davon war schlecht (den Dreiteiler um "den Kreis" fand ich zum Beispiel sehr gelungen), aber das Meiste davon war doch arg an der Einschlafgrenze und zu statisch.

Und mal ehrlich Max, Moralvorstellungen sind gut, doch wir wissen alle aus eigener Erfahrung, dass sie von so gut wie niemandem konsequent durchgehalten werden. Warum also sollte eine Serie uns plötzlich so eine Utopie vor Augen führen? Eine nette, fehlerlose Welt ist leider auf Dauer erstens nichts Neues und zweitens sehr schnell langweilig.
 
M

Max

Guest
USS Nelame schrieb:
Auch wenn ich Max Vorstellung verstehen kann, ich teile die Argumentation von Peter. DS9 hat erst in den neuen Staffeln durch Sisko und gerade den Dominion-Krieg an Charme gewonnen und wurde interessant, davor hatten wir ja fast nur Geschwafel über Propheten, geistesgestörte Beijoraner und Visionen von Folge zu Folge. Nicht alles davon war schlecht (den Dreiteiler um "den Kreis" fand ich zum Beispiel sehr gelungen), aber das Meiste davon war doch arg an der Einschlafgrenze und zu statisch.
Action und die Greuel des Krieges zu beschreiben, ist tatsächlich nicht so schwierig, oder besser, es gut zu beschreiben und erlebbar zu machen ist schon schwierig, aber es ein dankbares Thema, gerade weil die extremen Situationen, die dort hervorgerufen werden auch extreme Reaktionen erzeugen.

Das hier muss gleich zweimal zitiert werden:

USS Nelame schrieb:
Und mal ehrlich Max, Moralvorstellungen sind gut, doch wir wissen alle aus eigener Erfahrung, dass sie von so gut wie niemandem konsequent durchgehalten werden. Warum also sollte eine Serie uns plötzlich so eine Utopie vor Augen führen? Eine nette, fehlerlose Welt ist leider auf Dauer erstens nichts Neues und zweitens sehr schnell langweilig.
1. Es ist die Botschaft von "Star Trek", dass sich die Menschheit entwickeln und zu einer friedlichen Existenz finden kann. In einer Welt, die das nicht schafft, soll es Ansporn und Hoffnung zugleich sein, daran zu glauben, dass diese Mentalität möglich ist. Auf die Menschheit von TOS, vor allem aber aus TNG kann man stolz sein, auf die aus DS9 nicht.

USS Nelame schrieb:
Und mal ehrlich Max, Moralvorstellungen sind gut, doch wir wissen alle aus eigener Erfahrung, dass sie von so gut wie niemandem konsequent durchgehalten werden. Warum also sollte eine Serie uns plötzlich so eine Utopie vor Augen führen? Eine nette, fehlerlose Welt ist leider auf Dauer erstens nichts Neues und zweitens sehr schnell langweilig.
2. Oje! Wie problematisch eine fehlerlose Welt sein kann und wie ungeheuer spannend, ja mitreißend es ist, diese friedliche Fassade zu beobachten, das hat einer der großen Meister der Science-Fiktion, Stanislaw Lem mit seinem Buch "Transfer" bewiesen! Es ist also ein Trugschluss zu glauben, Spannung entstünde und entscheide sich nur am Düsteren!
 
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D@ve

Guest
Warum also sollte eine Serie uns plötzlich so eine Utopie vor Augen führen? Eine nette, fehlerlose Welt ist leider auf Dauer erstens nichts Neues und zweitens sehr schnell langweilig.
Das sehe ich genauso... In den 80ern hat das funktioniert. Da wollten die Leute einfach "heile Welt" sehen.

1. Es ist die Botschaft von "Star Trek", dass sich die Menschheit entwickeln und zu einer fiedlichen Existenz finden kann.
Heute kann sowas nicht mehr erfolgreich sein, weil jeder weiß, dass das eine Utopie bleiben wird und sich die "Menschheit" momentan ehr in die entgegengesetze Richtung entwickelt, um dazu merken braucht man nur fünf Minuten Nachrichten zu schauen...

Stanislaw Lem mit seinem Buch "Transfer" bewiesen!Stanislaw Lem mit seinem Buch "Transfer" bewiesen!
Das ist fast 50 Jahre her... Heute würde er mit sowas gnadenlos scheitern...

Niemand sagt, dass man gleiche alle Startrek-Prinzipien kompeltt über Bord schmeißen sollte. Aber es würde nicht schaden, wenn man dieses geschniegelte Sonntagsschul-Image ablegen würde... Böser, düsterer... ECHTER...

Gruß, Dave
 

Peter von Frosta

Lieutenant Junior Grade
Sisko hat doch in einer Folge gesagt, dass die Erde ein utopisches Paradies ist, auf der es im Prinzip keine Probleme mehr gibt, das gelte aber nicht "hier draussen", schließlich gehörte der Bereich ja noch nicht zur Föderation. Von daher waren die Probleme, die in der Serie dargestellt wurden durchaus passend.
 
M

Max

Guest
D@ve schrieb:
Das sehe ich genauso... In den 80ern hat das funktioniert. Da wollten die Leute einfach "heile Welt" sehen. Heute kann sowas nicht mehr erfolgreich sein, weil jeder weiß, dass das eine Utopie bleiben wird und sich die "Menschheit" momentan ehr in die entgegengesetze Richtung entwickelt, um dazu merken braucht man nur fünf Minuten Nachrichten zu schauen...
Ein wenig ist das, was Du schreibst gegenläufig.
Der Trend zu den vielen Telenovelas zeigt gerade, dass in der heutigen Zeit die Sucht nach einer heilen Welt recht groß zu sein scheint. Aber auch vor fünfhundert Jahren sah es kaum anders aus, als man jederzeit den Antichristen und das Ende der Welt erwartete.
Ich frage Dich, wieso sollte man heute sicherer sein können, dass es eine Utopie bleiben wird als damals? Wieso konnte man in den Sechzigern und in den Achtzigern, als man (v.a. durch den Kalten Krieg) mit der Vernichtung der Welt durch einen atomaren Krieg Tag für Tag zu Bett ging eher an diese Utopie glauben?
Ich sage nicht, dass die Star Treksche Utopie Wirklichkeit werden wird, es geht dabei auch nicht unbedingt nur um die Flucht in eine perfekte heile Welt.
Ich meine nur, dass Star Trek gerade deswegen so besonders war, weil es das Positive der Menschheit herausstellte.
Und dann ist da eben immernoch der Trugschluss, dass eine friedliche Welt eine problemlose Welte bedeute...

D@ve schrieb:
Das ist fast 50 Jahre her... Heute würde er mit sowas gnadenlos scheitern...
Ich habe es vor einem Jahr gelesen und da ist es nicht gnadenlos gescheitert.
Ich kann Deine Herangehensweise nicht teilen.
Du betrachtest es aus einer anderen Warte, scheinst es nach der speziellen Zeit zu betrachten und postulierst für die Leute von damals sozusagen einen verklärenden Blick für die Zukunft.
Weshalb Lems "Transfer" auch heute noch funktioniert, ist vielseitig begründbar. In der Perfektion der Utopie dieser Welt liegen Schreckgespenster wie Einsamkeit und Sinnlosigkeit verborgen. Es sind Visionen die auch für unsere Zukunft und für unsere Kultur gelten können, nur wird uns in "Transfer" vor Augen geführt, dass das nicht nur die Resultate von Krieg und Hass sein können, sondern dass der Mensch grundsätzlich zum Scheitern verurteilt scheint, denn die gewaltsamen Instikte bieten sich weiterhin nicht als Lösungsoption an. In der Zufriedenheit - sei es durch die Sicherheit, die die perfekte Welt offeriert, oder auf der anderen Seite die Gewissheit, der Mensch könne tatsächlich Kriege und Hass nicht hinter sich lassen, weshalb diese Grenze einfach zu akzeptieren sei - liegt nach dieser Botschaft, will man sie so deuten, das Gefährdungspotential.

D@ve schrieb:
Niemand sagt, dass man gleiche alle Startrek-Prinzipien kompeltt über Bord schmeißen sollte. Aber es würde nicht schaden, wenn man dieses geschniegelte Sonntagsschul-Image ablegen würde... Böser, düsterer... ECHTER...
Ich spreche mich keinesfalls für den "perfekten, moralischen Menschen" aus und in anderer Sci-Fi (z.B. BSG) sehe ich solche "echten" Charaktere durchaus auch gerne. Nur bei Star Trek lege ich andere Maßstäbe an, weil es einfach von Beginn eine Basis der Serie für mich war. Mir ist das Aussehen der ST-Aliens schon immer ziemlich egal gewesen, als Jugendlicher konnte ich gerade noch vom Design der Enterprise angezogen werden, aber das macht(e) für mich nicht Star Trek aus; es war die moralische Instanz etwa eines Captain Picards die mich überzeugt hat. Wenn das verloren ginge, hätte man immer noch interessante und durchaus auch tiefgründige Unterhaltung, aber für mein Empfinden halt nicht mehr das eigentliche Star Trek.


Peter von Frosta schrieb:
Sisko hat doch in einer Folge gesagt, dass die Erde ein utopisches Paradies ist, auf der es im Prinzip keine Probleme mehr gibt, das gelte aber nicht "hier draussen", schließlich gehörte der Bereich ja noch nicht zur Föderation. Von daher waren die Probleme, die in der Serie dargestellt wurden durchaus passend.
Das ist auch für mich ein viel plausiblerer Ansatz, was am oben Geschrieben dennoch nichts entscheidend verändert.
 
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Max

Guest
Ganz meine Meinung!
DS9 hatte durchaus auch interessante Konstrukte diesbezüglich zu bieten; Es waren aber die anderen Fälle, die mich "enttäuschten".
 
C

Captain Pike

Guest
Der Grundgedanke, den Roddenberry damals für Star Trek hatte, war der des friedlichen Zusammenlebens aller Rassen.
Dies machte er grade mit der Multikulticrew der ersten Serie sehr deutlich.

Wenn man Star Trek diese Vision einer besseren, friedlichen Zukunft nimmt, und durch etwas anderes, was grade vielleicht dem Trend entspricht, ersetzt ists kein Star Trek mehr.

Star Trek sollte immer der Spiegel der Menschheit bleiben das es war, und aufzeigen, das man Probleme auch auf andere Art und weise lösen kann.
Wenn es jetzt düsterer, böser REALER wird hat es diese Eigenschaft verloren, und ist nix weiter als eine stink normale SiFi Serie die in der Masse mitschwimmt.

Eine komplette Konzeptänderung würde eine komplett neue Serie entstehen lassen, aber kein Star Trek mehr sein.
Das ist zumindest meine Meinung
 
D

D@ve

Guest
Eine komplette Konzeptänderung würde eine komplett neue Serie entstehen lassen, aber kein Star Trek mehr sein.
Das ist zumindest meine Meinung
Startrek BRAUCHT eine Konzeptänderung, weil das Franchize sonst schlicht und ergreifend nicht mehr weiterexistieren wird. Wenn Startrek 11 nix fundamental neues bringt, wird dieser Film für ziemlich lange Zeit das letzte sein, was wir in irgendeiner Form von Startrek zu sehen bekommen... Ich sage ja nicht, dass diese überzogen positive Zukunfts-Utopie schlecht ist. Aber wir hatten jetzt insgesamt 700 Episoden davon und ENT hat gezeigt dass das keiner mehr sehen will. Man hat dort seine Möglichkeiten verspielt. Anstatt zu zeigen, wie die Menschheit DAHIN gekommen ist, hat man nur wieder das gleiche ST-Konzept ein paar Jahre in die Vergangenheit versetzt...

Gruß, Dave
 
M

Max

Guest
D@ve schrieb:
Startrek BRAUCHT eine Konzeptänderung, weil das Franchize sonst schlicht und ergreifend nicht mehr weiterexistieren wird. Wenn Startrek 11 nix fundamental neues bringt, wird dieser Film für ziemlich lange Zeit das letzte sein, was wir in irgendeiner Form von Startrek zu sehen bekommen... Ich sage ja nicht, dass diese überzogen positive Zukunfts-Utopie schlecht ist. Aber wir hatten jetzt insgesamt 700 Episoden davon und ENT hat gezeigt dass das keiner mehr sehen will. Man hat dort seine Möglichkeiten verspielt. Anstatt zu zeigen, wie die Menschheit DAHIN gekommen ist, hat man nur wieder das gleiche ST-Konzept ein paar Jahre in die Vergangenheit versetzt...
Der Archer der dritten Staffel hat gezeigt, dass die Menschheit in Krisensituationen noch weit von einer friedvollen Mentalität entfernt ist.
Da ist es ja auch in Ordnung gewesen, denn es wäre tatsächlich die Aufgabe von ENT gewesen, diesen Prozess genauer zu beleuchten.
Ansonsten stimme ich Dir zu: Star Trek braucht einen Wandel dringend notwendig hat, bloss glaube ich, dass es gerade für dieses Format noch andere Möglichkeiten gebe, als es ins Düstere oder Brutale (also ins Reale) zu wenden. Da wären originelle Konzepte gefragt, die eine weit entfernte Zukunft zeigen, deren Gesellschaft in manchen Punkten vielleicht sogar so fremdartig ist, dass der Zuschauer erst noch einschätzen muss, ob etwas "gut" oder "schlecht" ist! Das wäre eine interessante Vorraussetzung, nur den Mut dazu wird kein Produzent haben!
 
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