Hi. Auch meine Meinung zu diesem, wie ich finde, polarisierenden Thema:
Ich habe vor einiger Zeit - ich denke, zwei Monate - ein Artikel zu diesem "Sprachproblem" gelesen. Die Autorin kam bei ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass besagte Schüler(Forumposter) durchaus in der Lage sind, gegebenenfalls in ausführlichem, korrekten Deutsch zu antworten. Sie täten dies jedoch aus Faulheit und Zeitmangel nicht. Kurzes Sprechen - und damit die Verarmung der Sprache - sei effektiver und ein unumkehrbarer Trend. Sie schrieb auch, dass unabhängig davon die Orthografie immer schlechter würde, jedoch aus anderen Gründen (mangelnde Förderung, schlechter Unterricht, wenig Betreuung durch die Eltern, etc. ).
Ich halte ihre Aussagen für "in's Schwarze getroffen". Sie führte dan Beispiele für diesen Sprachstil, auch NGP (New German Pidgin) genannt (das ist das Türkendeutsch

), an:
Urban machen = Krankenhausreif schlagen (Urban-Klinik in Berlin Kreuzberg)
Burgerking machen = essen gehen
U-Bahn gehn = mit der U-Bahn fahren.
Ich denke, das hat doch echt was? Schön kurz, locker flockig.... ;D
Und die Lautsprache (So wie ick'et imma mache, weil's kürza is als'et ausschreimm) bedarf ja auch einiger Sprachkenntnis, oder?
Der Duden Verlag hat sogar einen DUDEN rausgebracht: Duden der Jugend- und Szenesprache. Angeblich sagen wir Mützen zu Bullen, Bullenwanne zu Polizeiauto, Aufrisszone zu Pohöhe, Schlampenschlepper zu tiefergelegtem Auto, sampeln zum Mixen der Kleidung, und, und, und....
DAS BUCH IST DER BRÜLLER - Ich kenne niemanden der so redet. Aber da sind auch ganz interessante Beispiele der Jugendkultur drin, auch zu diesem Türkendeutsch. Kostete 25 Mark und isses echt wert.