naja ich kann dir nicht ganz zustimmen.
natürlich sollten in ST positive werte und aussichten vermittelt werden, aber krieg und militär wird es immer geben, egal ob 400 oder 2000 jahre in der zukunft, und genau dort ist für mich ds9 am gelungensten weil glaubwürdig.
jede der "führenden" rassen hat seine eigenheiten und interessen, sei es krieg, frieden oder sontige ambitionen.
in TNG und voyager beschäftigte man sich eher mit dem forschen und erlernen neuer kulturen (wenngleich es auch ausreichend interspezifische konflikte gab), tng vom alpha-quadranten weg, voyager zum alpha-quadranten hin.
daher sind beide konzepte gut durchdacht...so, jetzt hat man mit ds9 eine staffel die sich mit den problemen "vor ort" beschäftigt mit der komponente wurmloch und das dominion. ds9 erweitert das verständnis und bewusstsein des zuschauers in bezug auf die gesamtheit des star trek universums...utopische zukunftsvisionen sind zwar immer interessant und unterhaltsam, jedoch bekam man vor ds9 nur einen kleinen einblick vom gesamtgefüge des alpha-quadranten.
und eben das ist für mich ehrlich gesagt am interessantesten, die denkweise, strukturen, philosophien etc. der verschiedenen rassen vor augen geführt zu bekommen, war wesentlich aufschlussreicher.
daher kann man nicht auf anhieb sagen, dass es ein bestimmtes rezept für eine gute neue staffel gibt; tng, voyager & ds9 haben im grunde an inhaltlicher reizbarkeit alles abgedeckt...einzig die konstante "captain führt schiff/station/mannschaft" wird wohl auch für zukünftige staffeln über bestehen.
ich glaube auch, dass wir die ansprüche des zuschauers zu hoch schrauben, wo wir bei ds9 wären. ich hab damals nach tng nie gegelaubt, dass eine feste station die sich lediglich "nur" mit ein paar bajoraner und cardassianer beschäftigt sooo spannend sein kann, denn die tng messlatte war wirklich hoch, weil wir 1. viele verschiedene und aufschlussreiche missionen zu sehen bekamen, und 2. wir immer mehr wollten (ok so ging es mir

).
da war eben dieser feste aussenposten gänzlich unpassend weil ich genauso wie du dachte...pochend auf das erforschen von neuem, utopischem.
tja, und so musste ich feststellen, dass ich mich irrte ,)
und übrigens sollte man mitlerweile eine gewisse grundkenntnis des star trek universums haben bevor man sich als einsteiger in eine neue staffel stürzt, bzw mit zuviel erwartungen in neue staffel geht.
aber um mal zum ende zu kommen, IMO kommt alles auf die fähigkeiten der charaktere an, wie gut sind sie gestaltet, wie gut sind deren ecken und kanten, wie individuell sind sie, wie unterhaltsam, etc.. denn ohne die tragenden säulen kann die story so gut sein wie sie will, es kann dann nur scheitern.