Geht ihr wählen?

Geht ihr wählen?

  • ja

    Stimmen: 10 100,0%
  • nein

    Stimmen: 0 0,0%
  • nein, zu jung

    Stimmen: 0 0,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    10
  • Umfrage geschlossen .
C

Counselor

Guest
wahrscheinlich muss es erst richtig knallen, bevor wichtige grundsätzliche Änderungen angegangen werden...
Ich glaube ja nach wie vor nicht das das passieren wird. Vielleicht werden hier und da einige wenige Ansätze von notwendigen Maßnahmen deutlich, mehr aber auch nicht. Ich denke auch, dass Politiker, die willens sind diese Grundsätze zu ändern, in punkto Wirtschaft sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Denn das würde sicherlich bedeuten, so einige Sponsoren usw. vor den Kopf zu stoßen. Und wer kann sich das schon erlauben...
 
K

Kendra

Guest
Dabei gibt es aber auch zwei Probleme zu bedenken:
1. Sind sich selbst die Wirtschaftswissenschaftler noch nicht einig, was genau getun werden kann/muss, um eine Krise zu bekämpfen. Beispiel wäre hier die Diskussion um den Mindestlohn zu nennen (und ich gehe jetzt mal bewusst nicht auf die moralischen Aspekte ein): Die einen sagen, dass Mindestlöhne die Wirtschaft stabilisieren, die anderen halten dagegen. Beide Seiten haben logische Argumente, die sich oft auch historisch oder durch andere Länder belegen lassen.
2. Sehe ich da, ähnlich wie spocksmind, die Gefahr, dass die Politik das wieder für sich ausnutzt und ohne Sinn und Verstand Reformen durchführt, die doch nur wieder eher für die Politik als für die Wirtschaft arbeiten.
 

Vulcan

Lieutenant
@Kendra:
Es gibt in den Wirtschaftswissenschaften aktuell zwei Ansichten: einerseits die antiquierte Meinung, dass alles gut ist für die Allgemeinheit, was den Gewinn einer Einzelperson kurzfristig maximiert. Die Ansicht wird von den Wirtschaftsliberalen vertreten und geht im Wesentlichen auf Adam Smith zurück.
Und andererseits die Ansicht, dass dem Profitstreben von Einzelpersonen zusätzliche Grenzen gesetzt werden müssen, wenn es der Allgemeinheit gut gehen soll.
Die Politik der letzten Jahre war geprägt von ersterer Ansicht, so dass häufig Politik für die Wirtschaftsbosse gemacht wurde anstatt für das Gemeinwohl. Dies war eine Folge von massivem Loobyismus entsprechender Gruppierungen, welcher soweit ging, dass selbst Normalbürger die Dogmen dieser Ansicht runterbeten und als Wahrheit akzeptieren - ohne wirklich zu verstehen, wovon sie da eigentlich reden.
Die öffentliche Meinung ist aufgrund der Wirtschaftskrise - welche durch die Handlungsweisen, die aus ersterer Ansicht folgen, verursacht wurde - vordergründig aktuell auf die zweite Ansicht umgeschwenkt. Da hier aber kaum Lobbyismus von dieser Seite zu erwarten ist, ist auch nicht mit Gesetzen in diese Richtung zu rechnen, noch von einem bleibenden Effekt auszugehen.
In einiger Zeit wird sich die öffentliche Meinung wieder abgekühlt haben und die bereits tief sitzenden Dogmen wieder die Oberhand gewinnen, woraufhin wiederum der gleiche massive Lobbyismus wie vorher einsetzen wird und die Politik die nächsten Gesetze für die Wirtschaftsbosse umsetzen wird - die richtige Regierung dafür wurde jetzt ja schon mal gewählt.

Ich sehe eigentlich wenig Gefahr, dass "Gesetze für die Politik" umgesetzt werden, sondern vielmehr, dass "Gesetze für die Wirtschaft" umgesetzt werden statt "Gesetze für die Bevölkerung und das Allgemeinwohl".

Live long and prosper,
Vulcan
 
K

Kendra

Guest
Uhm ... nein, das ist so nicht ganz richtig. Die Allgemeinheit - und auch die Wirtschaftswissenschaft ist sich sehr wohl darüber einig, dass, wenn nur auf den Profit geachtet wird, es sehr wohl negative Konsequenzen für die Allgemeinheit haben kann. Das nennt man Externalitäten und dazu haben wir im anderen Thread schon genug gesagt.
Im Übrigen ging es hier und jetzt gerade rein um die Wirtschaft und NICHT um sämtliche anderen Aspekte. Weder um Externalitäten, noch um Verteilungsaspekte. (Ich sag damit nicht, dass die vernachlässigt werden sollen.)

Fokussieren wir uns auf die Wirtschaft in der VWL-Sicht und lassen alles andere außen vor, haben wir zwei verschiedene Lager. Zum Einen die, die in die Wirtschaft eingreifen wollen und der Meinung sind, das braucht sie, um gesund zu laufen. Zum anderen die, die der Meinung sind, dass die Wirtschaft von allein gesund läuft und jeder Eingriff eher zu einer Schwächung führt. Die "Eingreifer" nennen sich Keynesianer (nach John Maynard Keynes), die anderen sind die Neoklassiker - und diese Theorie geht letztlich tatsächlich auf Adam Smith zurück.
 
M

Monal

Guest
Ich wollte eigentlich nicht wählen gehen und hab mich im Endeffekt umentschlossen und bin doch wählen gegangen, denn ich hab Freunde, die nie wählen gehen und sich immer über die Politik aufregen und da hab ich mir gedacht, man sollte wenigstens wählen gehen und was dagegen machen.
 
C

Counselor

Guest
Ich wollte eigentlich nicht wählen gehen und hab mich im Endeffekt umentschlossen und bin doch wählen gegangen, denn ich hab Freunde, die nie wählen gehen und sich immer über die Politik aufregen und da hab ich mir gedacht, man sollte wenigstens wählen gehen und was dagegen machen.
Und auch wenns nichts gebracht hat, kann man dann wenigstens sagen, dass man es versucht hat.;)
 
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