Zehnjährige nahm sich das Leben

prince_wears schrieb:
Ist es nicht irgendwie krank, dass sich gute materielle Versorgung scheinbar negativ auf die menschliche Psyche auswirkt?
nein logisch. man kann seit anbeginn der menschheitsgeschichte nur gut leben, wenn man den eigenen vorteil aufgrund des nachteils eines anderen ausnutzt. die westlcihe welt ist reich, weil es die dritte welt ausnutzt. firmen und deren manager sind reich, weil sie restrukturiert haben (leute eingespart). banken sind reich, weil sie zinsen für kredite einnehmen. So funktioniert das nunmal und man passt sich an um den eigenen vorteil nicht zu verpassen.
 
prince_wears schrieb:

@Schoggi:
Helfen kann ihr Mitgefühl jetzt nicht mehr, das ist richtig. Aber vielleicht hätte es ihr geholfen, als sie noch am Leben war, wenn sie jemand gehabt hätte, der Mitgefühl gezeigt hätte. Man weiss es nicht.

Glaub mir, wenn jemand in meinem Umfeld, jemand dem ich helfen kann, ein Problem hat, bin ich der erste, der an dessen Seite steht. Doch konnte ich das bei diesem Mädchen? Kann ich es jetzt tun?
 
@Daffy
Ich hoffe nicht, dass Du das erleben musst. Vielleicht lernst Du es ja auch so. ;)

@Schoggi
Nein, Du konntest bei dem Mädchen bestimmt nichts tun. Keiner erwartet, dass Du in Tränen ausbrichst und wochenlang in schwarz rumläufst. Ganz bestimmt nicht. Es geht mehr um eine prinzipielle Haltung, den Blick für sein Umfeld zu schärfen. Wenn Du sagst "mir ist das egal" spiegelt das eine bestimmte Geisteshaltung wider. Es geht nicht um das Gesagte an sich.
 
Ob Osten oder Westen Spiel eigentlich keine Rolle, den zu unseren Großeltern Zeiten war das eigentlich normal sich um die Familie zu kümmern sagen aber die klassische Großfamilie gibts es heute fast nicht mehr (und wenn es eine gibt werden die mit 10 Kinder für Verrückt gehalten) zudem ist mit der zunehmenden Industriealisierung auch ein teil dieser zusammengehalten struktur auseinander gebrochen. Mitunder ist auch in 70igern der Blumenkinderzeit ein Stein ins Rollen gekommen wo sich die Erziehungsstruktur geändert hat, deren folgen Heute als zu deutlich zu spüren sind.

Es mag sein das, das frühere Erziehungsbild auch nicht das beste war: Gehorsamkeit, Respekt, und die Religion,aber heute den Kinder schon im Kindergarten alle Freiheiten zu lassen weiss ich auch nicht ob das richtig ist, wenn man den Kinder immer nur sagt das ihr Arbeit (z.B. Kunstunterricht) das beste der Welt ist egal wie beschissen das fabriezierte Zeug aussieht und später die/derselbe eine Lehre nach der anderen abbricht weil er/sie es einfach nicht gelehrnt habe sich irgendetwas sagen zu lassen oder Rückschläge wegzustecken ist das auch nicht das wahre.

Nicht das ich der Erziehungsart nachtrauern würde aber gar keine sinnvolle soziale Grundausbildung den Kindern mitzugeben ist auch falsch.

Eines mag auch eine Rolle spielen, wenn du tatsächlich mal die gelegenheit hast einem Menschen aus einer Notlage wie bei einem Unfall mal das Leben durch erste Hilfe zu Retten, und der dich dann Verglagen kann, ist das auch ein Lehrbeispiel für die Allgemeinheit, oder.

Mag nicht mit sprüchen unserer Großeltern die ihre Kinder immer vor der veramerkanisierung gewahrnt haben anfangen, aber heute haben wir sie.

Habe zu schreiben angefangen als der beitrag um 19:16 der Aktuellste war!!!


@DJ Doena és sei dir gesagt das, dieser bruch auch noch unseren Nachbarn wie Rumänien usw. bevor steht. Nur das hier das ganze in 5 Jahren und nicht in 10 Ossis oder 50 Jahren Wessis geschiet und dann etwas grasser ist.


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Edit:
Yupp, das kann ich mir vorstellen. Ist es nicht irgendwie krank, dass sich gute materielle Versorgung scheinbar negativ auf die menschliche Psyche auswirkt?

Übrigens @Daffy:
Ich glaube nicht, dass ich ein besserer Mensch als irgendwer bin. Ich habe nur gelernt, über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Helfen kann ihr Mitgefühl jetzt nicht mehr, das ist richtig. Aber vielleicht hätte es ihr geholfen, als sie noch am Leben war, wenn sie jemand gehabt hätte, der Mitgefühl gezeigt hätte. Man weiss es nicht. Jedenfalls ist Mitgefühl ein erster Schritt und allemal besser als eine Egal-Haltung. In unserer Gesellschaft wird ohnehin so viel Gleichgültigkeit als Toleranz verkauft, dass mir manchmal übel wird.

Dsonnscheintschee Edit:
Genau das ist der erst Schritt unser System zu verbessern diese Egal- Haltung abzuschaffen das ist wieder ein mehr miteinander als gegeneinander.


Zu Yupp
Degeneration hat schon das alte Rom dahingerafft denn von dem guten zu viel ist zu viel. oder warum denkt ihr warum wir so viele Gastarbeiter brauchen wir produzieren einfach zuwenige Kinder.


EDIT EDIT:
Eigentlich läuft es darauf hinaus das es Früher einfach eine elemtarere Bildung gegeben hat, und sich die Menschen mit den einfachsten Mitteln selberhelfen mußten keine andere Wahl hatten (schließlich gabs sowas wie MC-Donalds nich an jeder ecke), und die zuverfügungstehen Mittel gering waren!
Was man sich Heute einmancher garnicht mehr vorstellen kann.
Da wußte man noch die einfachsten Dinge, und nicht wie Heute wo Vorschulkinder noch nie eine Kuh gesehen haben und die dann lila anmalen.
 
Nenn mir doch bitte(ausserhalb der staatlichen) eine Sendung, eine Zeitung, eine Zeitschrift, die solche Themen nicht bringt um Geld zu machen.
Öh, wie kommst du darauf, dass ich das darauf hinaus will? Und selbst wenn könnte ich es nicht.

Bei mir verhält sich Bericht zu Nummer etwa gleich.
Ach komm schon, Schoggi. Das kauf ich dir nicht ab. Entweder du hast einfach noch nichts richtiges gesehen, oder du machst dir selbst was vor. Du brauchst dir doch nur mal die World Press Photos anzugucken. Da kannst du mir nicht erzählen, dass es dich nicht im geringsten berührt. Und das sind wohlgemerkt "nur" Photos.

die Bevölkerung hat nach Coca-Cola gehechelt.
Vielleicht waren es auch Menschenrechte...?
 
Sovok schrieb:

Vielleicht waren es auch Menschenrechte...?
bei keinem, den ich kenne. alle wollten (im übertragenen sinne) nu coca-cola, marlboro und den goldenen westen. alle hatten die schnauze voll von planwirtschaft und stundemlangen anstehen. mir gings ja nicht anders. allerdings kenn ich auch keinen, der in bautzen gesessen hat.
 
Da ich irgendwo der Diskusion oder was auch immer nicht mehr folgen kann schreib ich mal einfach meine Meinung !!

Das Mädchen hat vermutlich für sich die richtige Entscheidung getroffen und ohne eine bestimmte Person würden wir im Himmel zusammen sein (für die die daran glauben) ! Die Gesellschaft in unsere Welt ist nur heuchlei ja ich trauere um dieses Kind es kommt aus unserer zivilen heilen welt wenn wo anderes Leute sterben KINDER sterben da ist es egal und wer behauptet darüber auch nur ein Gedanken tag täglich zu verlieren ist wohl mit einer der größten Heuchler oder einer der letzten Garde die das tun!
Wir haben nur angst,Angst das das was wo anders passiert auch uns erreichen kann. Nach dem Anschlag auf das WTC hatten wir Angst weill es uns ja auch erreichen könnte uns in der so ziviliesierten Welt. Glaubt ihr wir sind ziviliesiert? Glaubt ihr es ist alles schön und gut? Nein nichts ist mehr gut wir leben in einer Welt wo Geld und Macht zählt nicht mehr und nicht weniger. Was man nutzen kann um Erfolg zu haben wird genutzt und es würde mich noch net mal wundern wenn sowas bald noch häufiger vorkommt. In den schulen fängt es doch schon mit an du trägst jene Hose,Schuhe du bist in trägst du was anderes bist du out. Hast du gute noten bist besser als die anderen wirst du "fertig" gemacht es kümmert sich heute jeder nur um sich und evtl um seine/n liebsten das wars und mehr nicht ob irgendwo was passiert man sagt nicht das was man denkt man sagt das was die anderen hören wollen. Eigene Meinungen werden zurück behalten um nicht gegen den ziviliesierten Gedanken zu streben !

Das die Waffe ihres Vaters da war ist vermutlich soga für das Kind besser gewesen was wäre wenn sie sich mit was anderem das Leben niemt und sie nachher schwer gelähmt oder so im Rollstuhl sitzt und nur noch vor sich hin vegetiert ?

Draven
 
Es ist einfach Fakt: Wenn sich jemand mit 10 Jahren erschießt, stimmt eine ganze Menge nicht. Und dann zu schreiben, dass nur diejenigen Bewunderung verdienen, die sich ihrer Verantwortung nicht entziehen, ist das Allerschlimmste, was in diesem Reigen geschrieben worden ist.
 
Fakt: Keiner in diesem Forum hätte dem Mädchen helfen könne. Nicht weil er nicht wollte, sondern weil es nicht in seiner näheren Umgebung geschehen ist.
Fakt: Es sterben jeden Tag tausende Menschen auf der Welt durch Hunger und Krieg. Auch hier kann keiner aus dem Forum direkt helfen (mal abgesehen von Spenden)
Fakt: Es hat keinen Sinn in beiden Fällen zu trauern.

Falsch ist es aber diese Geschehnisse nur gleichgültig abzuhaken nach dem Motto: So was geschieht, so ist nun mal der Lauf der Dinge. Man sollte sich schon ein wenig Gedanken machen.
Die Gleichgültigkeit führt nämlich dazu, das in einem Fall wo man helfen könnte, es nicht getan wird. Das liegt dann daran, das man durch seine Gleichgültigkeit nicht mehr sieht, das man helfen kann.
 
-Helfen wollen
-Helfen können
-mit der Hilfe was bewirken

das sind drei ganz unterschiedliche Dinge.

Die erste Frage ist immer: Wollen wir helfen? Ich denke es gibt niemanden in diesem Forum, der das nicht will, und wenn doch, dann ist dies bedauerlich.
Die zweite Frage lautet: Kann man helfen? Wenn ja, wie? Indirekt oder direkt.
Die dritte: Bewirkt die Hilfe was? Bringen die Spenden oder Ratschläge wirklich was?

Auf den konkreten Fall bezogen:
Helfen will/wollte jeder.
Helfen kann/konnte(wahrscheinlich) niemand, weder direkt(Mädchen Waffe aus der Hand schlagen) noch indirekt(im Vorfeld mit dem Mädchen/den Eltern über Selbstmord reden
Hätte die Hilfe was bewirkt? Das kann ich auf keinen Fall beurteilen...

Wenn jemand sagt, er empfindet überhaupt kein Mitleid für das Mädchen, das ist das gelogen(von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen).
Wenn aber jemand sagt, er empfindet für das Mädchen unglaublich viel Mitleid, so ist das genauso Falsch(von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen).
 
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