Schröder stellt Vertrauensfrage!

Er braucht sie ja nicht, er hat ja die Stimmen der FDP, die sie ihm zugesichert haben. Und das Versprechen wird die FDP auch einhalten, da sie selber auf eine Koalition mit der SPD hoffen.
Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn es nicht zum deutschen Einsatz in Afghanistan kommt, aber die Chancen sind dafür leider schlecht. :(
 
was erwartet ihr? Die CDU hat sich selbst den Letzten rest hirn mit der flinte ausm Kopp gepustet, und mit Märkel&co. ersetzt. konnte doch bloß schiefgehen.

Was mach ich nu?

SPD mag ich nich.
die Grünen... naja ich nem die ehrlich gesacht nicht ganz ernst, von wegen Schwanz wedelt mit hund und so...
Die CDU? Also bitte, kann ich ja gleich selbst regieren.
PDS die Partei-dummschwafelnder-SED-nachfolger?
FDP? die Westerwelle schwi-schwa-schwuchtel Partei? NO thanks, die sind mir noch unerwünschter als die Grünen.

Was tun?

Genau!!! Ich wandere aus, nach russland. Da muss ich zwar auch wählen, aber das ist dort sowiso egal.
 
Mir kommt das ganze auch etwas seltsam vor. Irgendwie verhält sich da fast jede Seite kindisch. Die CDU ist für den Einsatz, will aber dagegen stimmen, weil sie die Regierung schwächen will. Schröder hätte eigentlich eine Mehrheit, ist aber auf die Opposition angewiesen. Diese Mehrheit will er nicht, also koppelt er die Frage nach dem Bundeswehr-Einsatz mit der Frage nach dem "Überleben" der rot-grünen Koalition. (auch irgendwie blöd, 2 völlig unterschiedliche Sachen zu koppeln) Die PDS ist eh dagegen und die Grünen sind gespalten. - Neben der PDS scheint nur die FDP eine klare Linie zu haben. - Na toll!

Sollte es tatsächlich zu Neuwahlen kommen, weiß ich nicht, wen ich wählen sollte. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass zum Schluss Schröder als der "Gewinner" aus der ganzen Situation herausgeht. Der Mann ist ein geschickter Taktiker. Ich würde es ihm zutrauen, dass er am Ende alle schlecht aussehen lässt außer sich und der SPD.
 
Ich korrigiere mich. Die FDP will bei der Vertrauensfrage wohl doch mit "nein" stimmen, aber später einen Entschließungsantrag für den BW-Einsatz einbringen (was immer das heißen soll).

Also doch keine klare Linie.
 
Mir stellt sich da noch ine Frage:
Wir haben es hier ja nicht mit einem konstruktiven Misstrauensvotum zu tun, aber würde es dennoch zu Neuwahlen kommen, müsste sich de CDU/CSU-Koalition doch recht schnell für einen Kanzlerkandidaten entscheiden.
Merkel oder Stoiber? Stoiber lässt sich in nichts reindrängen, da bin ich mir sicher.
 
Bin auch der Meinung,das Schröder die Vertrauensfrage als taktisch,letztes Moment nutzt,um zu sagen "Isch bin der König"
20 SPD'ler sind anderer Meinung beugen sich aber dem Fraktionszwang!?
Gespaltene Grüße
Grilka
 
zu der CDU/CSU Kanzlerkanidatfrage: Wenn Stoiber meint er verliert, macht er es nicht.
 
CDU/CSU haben keinen gescheihten Kanzlerkandidaten und die werden auch ganz bestimmt keinen in der kurzen Zeit, falls es Neuwahlen gebe, auftreiben.
Ich rechne auchmal damit das der Schröder am Schluss der "Gewinner" ist!
 
Also wie ich das verstanden habe sind es zwei unterschiedliche Abstimmungen.
Letzlich wird der Bundestag für den Einsatz stimmen. Ich denke die Grünen sind eh die Loser. Stimmen Sie dagegen ist es aus mit der Regierung. Stimmen Sie für Schröder so haben Sie nichts mehr zu melden , da Schröder jedesmal die Vertrauensfrage stellt.
Fakt ist daß die Grünen meiner Meinung nach nicht Regierungsfähig sind
 
Ich finde es auch etwas komisch, wieso Schröder nun so auf der uneingeschränkten Zustimmung rumreitet, er hätte doch die Mehrheit für den Bundeswehreinsatz gehabt, wieso setzt er nun seinen Ruf, die Koalition und die ganze Partei aufs Spiel?
Sicherlich, er wollte vermutlich gegenüber den USA ein Zeichen setzen, "Wir sind eure Freunde, wir stehen voll und ganz hinter euch, auf uns könnt ihr euch verlassen!", aber mein Gott, die paar Leutchen, die aus der Reihe gefallen wären, was ist so schlimm daran? Ein Abgeordneter ist seinem Gewissen verpflichtet und nicht dem Parteivorsitzenden. Und ich finde es auch gut, dass die Grünen rumosern, an dieser Partei sollten sich andere (vor allem die CDU) mal ein Beispiel nehmen. Ich bin zwar kein Öko, aber mit den meisten Zielen der Grünen bin ich voll und ganz einverstanden, vor allem mit der Abschaffung aller Atomkraftwerke und der Ökosteuer.
Na ja, wie auch immer, die SPD hat wenigstens versucht, den Sauladen, den die Vorgängerregierung unter Kohl hinterlassen hat, aufzuräumen und ich hoffe, dass sie auch in Zukunft zusammen mit den Grünen weiterregieren werden.
 
Faszinierend schrieb:
Ich bin zwar kein Öko, aber mit den meisten Zielen der Grünen bin ich voll und ganz einverstanden, vor allem mit der Abschaffung aller Atomkraftwerke....

Das ist Fraglich, was bringt uns das?
Rein gar nichts, außer, dass wir andere Quellen nutzen!
 
So spricht ein wahrer Umweltverschmutzer.

Ich mein, mal abgesehen davon, dass die ausgebrannten Brennstäbe, welche hochgradig radioaktiv sind, auch irgendwo gelagert werden müssen und zwar für die Ewigkeit, sind die Atomkraftwerke eine tickende Zeitbombe. Wenn du dies verneinst und behauptest, dass die Kraftwerke vollkommen sicher sind, dann bist du ein Sprücheklopfer und hast die eigentliche Gefahr noch nicht erkannt. Tschernobyl sagt dir vermutlich auch nichts, oder?

Hautpsache für jeden Meter das Auto benutzen und 5x im Jahr in den Urlaub fliegen, genau solche Leute braucht die Wirtschaft.

Sorry, aber wenn jemand so etwas antwortet, dem ist nicht mehr zu helfen...
 
Das ist ja alles schön und gut, aber es gibt rund um Deutschland viel gefährlichere Kraftwerke und diese werden betrieben und die erzeugen Müll, wenn da eins hochgeht, dann hat es uns nicht viel gebracht, dass kein´s von unseren hoch gegangen ist.
Wenn man sowas effektiv machen will, dann in großem Ansatz auch außerhalb von Deutschland, sonst ist das "es könnte eins hochgehen" auch nur ne scheiß Erklärung, die in meinen Augen nicht zieht!!
Entweder ganz oder gar nicht, aber so eine Teillösung ist auch bekloppt, zwar ein schöner Ansatz, aber was bringt uns der, wenn viel gefährlichere Werke an den Grenzen zu Deutschland stehen?!
 
Daffy schrieb:
Das ist ja alles schön und gut, aber es gibt rund um Deutschland viel gefährlichere Kraftwerke und diese werden betrieben und die erzeugen Müll, wenn da eins hochgeht, dann hat es uns nicht viel gebracht, dass kein´s von unseren hoch gegangen ist.

Wow, ein wirklich super Argument. Schon mal was davon gehört, das irgendeiner den Anfang machen muss?
Immer die bösen ausserhalb. Stell dir mal vor das sagt jedes Land: "Die anderen haben auch Atomkraftwerke, dann dürfen wir die auch haben." So gibt es nie eine lösung. Ähnliche Argumentationen gab es übrigens auch im Kalten Krieg während der Atomaren Aufrüstung.

Daffy schrieb:
Wenn man sowas effektiv machen will, dann in großem Ansatz auch außerhalb von Deutschland, sonst ist das "es könnte eins hochgehen" auch nur ne scheiß Erklärung, die in meinen Augen nicht zieht!!

Und was willst du machen? Die Bundeswehr gleich nach dem Afganistan Einsatz weiter in unsere Nachbarländer ziehen lassen und dort alle Atomkraftwerke Gewaltsam ausschalten?


Daffy schrieb:
Entweder ganz oder gar nicht, aber so eine Teillösung ist auch bekloppt, zwar ein schöner Ansatz, aber was bringt uns der, wenn viel gefährlichere Werke an den Grenzen zu Deutschland stehen?!

Siehs ein, das ist GANZ. Mehr als die deutschen Atomkraftwerke abschalten kann eine deutsche Regierung nicht machen. Und von einem Vorbildeffekt hast du wohl auch noch nie was gehört, oder? Ausserdem kann eine Regierung nur dann im Ausland fordern, die AKWs abzuschalten wenn sie selbst auch keine mehr betreibt...


Es sei denn wir versuchen ein Grossdeutsches Reich aufzubaun, dann können wir alle Europäischen abschalten... Aber ich glaube das ist keine wirklich elegante Lösung...
 
Und was willst du machen? Die Bundeswehr gleich nach dem Afganistan Einsatz weiter in unsere Nachbarländer ziehen lassen und dort alle Atomkraftwerke Gewaltsam ausschalten?
Wir haben doch die große tolle EU! Wie wär´s den wenn da mal alle Länder sowas zusammen beschließen, dann bringt es auch was, aber was bringt es, wenn Deutschland anfängt und das alleine? Ich mein, es ist Vorbildlich, aber daran werden sich die anderen Länder wohl kaum stören. Wenn in Polen ein Werk hochgeht, dann sind wir auch am Arsch! Man könnte doch mit den Polen zusammenarbeiten, sie unterstützen Alternativen zu finden, und das in der Gemeinschaft der EU und dann mehreren nicht-EU Ländern mit der Kraft der Gemeinschaft helfen!
Aber Deutschland als einziges, das wird kaum einen interessieren.

Aber es ist doch schön, wenn ihr sowas denkt!

Edit:
Es sei denn wir versuchen ein Grossdeutsches Reich aufzubaun, dann können wir alle Europäischen abschalten...
Hat Hitler schon versucht, weißt ja, was daraus wurde!
 
Daffy schrieb:

Wir haben doch die große tolle EU! Wie wär´s den wenn da mal alle Länder sowas zusammen beschließen, dann bringt es auch was, aber was bringt es, wenn Deutschland anfängt und das alleine?

Schon mal was davon gehört, dass Deutschland zu den wirtschaftlich stärksten und einflussreichsten Ländern der EU gehört?

Daffy schrieb:
Ich mein, es ist Vorbildlich, aber daran werden sich die anderen Länder wohl kaum stören. Wenn in Polen ein Werk hochgeht, dann sind wir auch am Arsch!

1.) Deutschland hat auch durchaus Einfluss auf Polen, und ich glaube die haben kein einziges AKW, das ohne deutsche Beteiligung gebaut wäre. Ausserdem, sind es mit dem Atomaustieg was weiss ich wie viele Kraftwerke weniger die in die Luft fliegen können. und noch eins: Schonmal was davon gehört, das an AKWs durchaus auch Strahlung austreten kann, und es nicht gleich BUMM macht? Und wenn in polen ein wenig Strahlung austritt, dann kommt das selten nach deutschland, wenn aber hie rin Deutschland strahlung austritt, dann kann das durchaus uns treffen...

Daffy schrieb:
Man könnte doch mit den Polen zusammenarbeiten, sie unterstützen Alternativen zu finden, und das in der Gemeinschaft der EU und dann mehreren nicht-EU Ländern mit der Kraft der Gemeinschaft helfen!
Aber Deutschland als einziges, das wird kaum einen interessieren.

Das eine schliesst das andere doch nicht unbedingt aus, oder? Man kann auch nach einem atomaustieg anderen helfen alternativen zu finden bzw. wir werden auch gezwungen sein, alternativen zu finden, die man dann auch sicherlich teilen kann...

Abers schön, das du auch mal denkst...

Daffy schrieb:
Hat Hitler schon versucht, weißt ja, was daraus wurde!

Sicherlich keine Atomkraft freie Zone...
 
Schon mal was davon gehört, dass Deutschland zu den wirtschaftlich stärksten und einflussreichsten Ländern der EU gehört?
Was bringt ein einziges Land, wenn andere nicht mitmachen? Vielleicht machen andere in Jahren mit, vielleicht nicht.

1.) Deutschland hat auch durchaus Einfluss auf Polen, und ich glaube die haben kein einziges AKW, das ohne deutsche Beteiligung gebaut wäre. Ausserdem, sind es mit dem Atomaustieg was weiss ich wie viele Kraftwerke weniger die in die Luft fliegen können. und noch eins: Schonmal was davon gehört, das an AKWs durchaus auch Strahlung austreten kann, und es nicht gleich BUMM macht? Und wenn in polen ein wenig Strahlung austritt, dann kommt das selten nach deutschland, wenn aber hie rin Deutschland strahlung austritt, dann kann das durchaus uns treffen...
Naja, soviel ich weiß hat Polen welche, sogar welche, die schlimmer in sChuss sind, als Tschernobyl, zumindest die Ukraine hat solche. Gut, in Bezug der Strahlung die austritt hast du recht, aber ob eins in Polen, Ukraine oder Deutschland hochgeht, da besteht nur der Unterschied, wo, aber die Mengen an Strahlng kommt überall hin!

Abers schön, das du auch mal denkst...
Wau, wieder ein Seitenhieb von ihm...
Meine Aussage war ernst gemeint, ich finde es wirklich schön, dass ihr sowas denkt, aber wenn du denkst, das war ein Angriff...(was man aus deiner Aussage entnehmen könnte)

PS: Ich habe nichts gegen den Ausstieg, aber ich finde es ineffektiv, wenn man es alleine macht, wenn man es wenigstens mit der ganzen EU gemacht hätte, aber seis drum...

PS²: Vielleicht sollten wir ein neues Thema eröffnen, das hat nix mit Schröder zu tun, wollte es eigentlich nur anschneiden, nicht unbedingt groß in diesem Topic diskutieren.
 
Faszinierend schrieb:
Ich mein, mal abgesehen davon, dass die ausgebrannten Brennstäbe, welche hochgradig radioaktiv sind, auch irgendwo gelagert werden müssen und zwar für die Ewigkeit, sind die Atomkraftwerke eine tickende Zeitbombe. Wenn du dies verneinst und behauptest, dass die Kraftwerke vollkommen sicher sind, dann bist du ein Sprücheklopfer und hast die eigentliche Gefahr noch nicht erkannt. Tschernobyl sagt dir vermutlich auch nichts, oder?
Ähm, bitte vergleich nicht die deutschen Atomkraftwerke mit den russischen, OK? Die haben kaum was gemeinsam höchstens, daß in beiden Atomkerne gespalten werden. So ein Unfall wie in Tschernobyl könnte in Deutschland einfach nie passieren! Auch ansonsten sind die sehr sicher gebaut, selbst bei schweren menschlichen Versagen, gibt es kein Risiko eines Super-GAUs! Das einzige Risiko bei deutschen Atomkraftwerken geht von Anschlägen aus!
Aber mit dem radioaktiven Müll hast du vollkommen Recht, das ist echt ein Problem, deswegen sollten Atomkraftwerke wirklich langsam abgeschaltet werden, aber langsam, da man Zeit braucht, um die AKWs durch vernünftigere Möglichkeiten zur Stromgewinnung zu ersetzen. Deswegen finde ich den derzeitigen Atomaustiegkompromiss ziemlich gut.

Hautpsache für jeden Meter das Auto benutzen und 5x im Jahr in den Urlaub fliegen, genau solche Leute braucht die Wirtschaft.
Und ich fahre kein Auto, obwohl ich mir das leisten könnte, und ich mache höchstens 1x im Jahr Urlaub und meistens fliege ich nicht. Ansonsten bin ich auch ziemlich umweltbewußt, wie ich finde! Das mal kurz am Rande, damit du auch mir nicht dies vorwirfst!
 
Relativity schrieb:
Ähm, bitte vergleich nicht die deutschen Atomkraftwerke mit den russischen, OK? Die haben kaum was gemeinsam höchstens, daß in beiden Atomkerne gespalten werden. So ein Unfall wie in Tschernobyl könnte in Deutschland einfach nie passieren! Auch ansonsten sind die sehr sicher gebaut, selbst bei schweren menschlichen Versagen, gibt es kein Risiko eines Super-GAUs! Das einzige Risiko bei deutschen Atomkraftwerken geht von Anschlägen aus!

Da sagt unsere Zeitung aber etwas ganz anderes. In mehreren Atomkraftwerken in Deutschland wurden die Sicherheitsbestimmungen auf das Gröbste verletzt. Beispielsweise war in einigen Kraftwerken das Notkühlsystem defekt, so dass man bei einer Kernschmelze nichts mehr hätte tun können, andererorts war teilweise Material veraltet und baufällig.
Und zu welchem Preis wurde dies alles vertuscht? Na, damit die Stromkonzerne Kosten sparen, ist ja auch wichtiger, als die paar Millionen Menschen, die möglicherweise abnippeln.
Na ja, immerhin wurde dies alles nun aufgedeckt und muss nun berichtigt werden.

Relativity schrieb:
Aber mit dem radioaktiven Müll hast du vollkommen Recht, das ist echt ein Problem, deswegen sollten Atomkraftwerke wirklich langsam abgeschaltet werden, aber langsam, da man Zeit braucht, um die AKWs durch vernünftigere Möglichkeiten zur Stromgewinnung zu ersetzen. Deswegen finde ich den derzeitigen Atomaustiegkompromiss ziemlich gut.

Na ja, Möglichkeiten gibt es ja genug, nur sind die leider teilweise noch zu teuer.

Relativity schrieb:
Und ich fahre kein Auto, obwohl ich mir das leisten könnte, und ich mache höchstens 1x im Jahr Urlaub und meistens fliege ich nicht. Ansonsten bin ich auch ziemlich umweltbewußt, wie ich finde! Das mal kurz am Rande, damit du auch mir nicht dies vorwirfst!

Ich werfe niemandem etwas vor, diese Aussage war völlig neutral gehalten. Ich kenne allerdings recht viele in unserer Nachbarschaft, auf die dies voll und ganz zutrifft, deswegen auch die Bemerkung. ;)
 
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