Motive Bin Laden´s

Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass dies keine rein moslemische Angelegenheit ist. Man kann schließlich alles zu seinen Gunsten interpretieren, und genau das tut Bin Laden. Ich glaube nicht, dass der Koran viel brutaler ist als die Bibel, aber um das besser beurteilen zu können, werde ich den heute mal lesen. Ich glaube nicht, dass ich dadurch als fanatische Mordmaschine zurückkomme, aber wenn, ist es ein Beweis, dass der Schinken doch brutal ist..
 
Jemanden als Nazi zu bezeichnen, weil er (falsch formuliert, zugegeben) mehr oder weniger alle Moslems über einen Kamm geschert hat, finde ich klasse.

Über bin Ladens Motive in Zusammenhang zu seinem sogenannten Glauben zu spekulieren, ist, wie zu behaupten, Adolf Hitler wäre ja wohl auch getaufter Christ gewesen.

Ich kenne Moslems; die sind friedlich und... gutartig und daher hat dieser bescheuerte FANATIKER seinen Gefolgsleuten (im Glauben) einen Bärendienst erwiesen.
 
Diego schrieb:
Jemanden als Nazi zu bezeichnen, weil er (falsch formuliert, zugegeben) mehr oder weniger alle Moslems über einen Kamm geschert hat, finde ich klasse.

Erkenne ich da einen kleinen Hauch von Sarkasmus über meine Aussage (welche du falsch interprettiert hast) in diesem Satz?!
 
Ich möchte einige Aussagen kommentieren, die hier gemacht wurden.

1.: Der Hexenwahn ist kein Element des christlichen Glaubens. Bloß weil er auch von Christen praktiziert wurde, ist das ganze noch lange nicht christlich. Ansonsten könnte man ja auch behaupten, Judenhass sei eine typisch deutsche Eigenschaft.

2.: Der Nordirlandkonflikt ist kein Religionskonflikt. Bei Religionskonflikten geht es darum, den andersgläubigen Gegner gegen seinen Willen zu bekehren oder darum, sich den Zugang zu "heiligen" Stätten zu sichern. Das will in Nordirland aber keiner. Der Nordirlandkonflikt ist ein Konflikt zwischen den Nachfahren der Iren, die lange Zeit (und in gewissem Maße auch heute noch) benachteiligt waren und den Nachfahren der britischen Siedler. Die irisch Gesinnten wollen wieder zu Irland, die britisch Gesinnten wollen bei GB bleiben. Da die Nachfahren der Iren jedoch größtenteils katholisch sind, und die Nachfahren der britischen Siedler protestantisch, macht man es sich eben einfach und sagt, es sei ein Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten (obwohl es kein Religionskonflikt ist).

3. Es wurde erwähnt, dass in jeder Religion die Gefahr steckt, dass sie die Gefahr zu Fanatismus birgt. Das ist zu kurz gegriffen. Denn es steckt nicht nur in jeder Religion, sondern auch in jeder weltlichen Anschauung die Gefahr des Fanatismus. Es stimmt nicht, dass das Fanatismusrisiko etwas ist, was "typisch religiös" ist. Es gibr auch Fanatiker, die an keinen Gott glauben.
 
Gecko schrieb:
1.: Der Hexenwahn ist kein Element des christlichen Glaubens. Bloß weil er auch von Christen praktiziert wurde, ist das ganze noch lange nicht christlich.

Terroranschläge sind auch kein Element des moslimischen Glaubens. Eben darum geht es ja, das hier einige Member meinen, alle Moslime wären Fanatiker und potentiell gefährlich. Dem wurde entgegengesetzt, dass durchaus auch das Christentum seine Phasen hat in denen man sie als Fanatiker abstempeln kann und das grausame Aktionen sich nicht nur auf Menschen moslimischen Glaubens beschränkt.

BTW: Hexenverfolgung ist soweit ich weiss nur von Christen praktiziert worden und auch im Namen Gottes. Und schau dir die 'heilige' Inquisition an, die ja damit unmittelbar zusammenhängt...

Gecko schrieb:
2.: Der Nordirlandkonflikt ist kein Religionskonflikt. Bei Religionskonflikten geht es darum, den andersgläubigen Gegner gegen seinen Willen zu bekehren oder darum, sich den Zugang zu "heiligen" Stätten zu sichern.

Sagt die Oranier Orden was? Und die alljährlichen Paraden von evangelen durch katholische Gebiete und umgekehrt und sich bei der Gelegenheit regelmässig die Köpfe einschlagen. Also wenn das keine Religiösen Konflikte sind dann weiss ich auch nicht...

Gecko schrieb:
Es stimmt nicht, dass das Fanatismusrisiko etwas ist, was "typisch religiös" ist. Es gibr auch Fanatiker, die an keinen Gott glauben.

Doch. Fanatismus und Gewalt haben in Religionen (egal in welchen) einen sehr guten Nährboden (sieht man zum Beispiel daran das die längsten und graumsamsten Kriege fast immer religiöser Art sind). Schon alleine durch einerseits das Konzept, das die eigenen Religion die einzig Wahre ist und alle ungläubigen ausgelöscht werden müssen. Auch das Konzept der belohnung im nächsten Leben ist rein religiöser Art. Und eben das sind Dinge auf die Fanatiker hoffen. Deswegen sind Fanatiker (und selbstmordattentäter, die ja die gefährlichsten Fanatiker sind.) zur heutigen Zeit vor allem im religösen Bereich zu suchen.
 
Ich muss dir widersprechen.

...Die Massenhysterie [Hexenwahn] gegen Frauen in früheren Jahrhunderten hatte ihren Ursprung zu einem grossen Teil in den heidnischen Götter- und Dämonenvorstellungen. Diese lebten in den Köpfen der Menschen fort, auch lange nachdem Europa christianisiert war, und teilweise sind solche Vorstellungen heute noch vorhanden.
Quelle: www.hexenwahn.ch

So viel zur Behauptung, Hexenwahn sei eine christliche Erfindung. Vor einigen Monaten stand in der Zeitung, dass irgendwo Menschen im afrikanischen Urwald massakriert worden sind, weil man sie für Hexen gehalten hat.

Zum Oranierorden: Das sind Leute, die sich zusammengeschlossen haben, um an die Eroberung Irlands durch Wilhelm III von Oranien zu erinnern. Daran ist erstmal nichts religiöses. Wenn diese probritischen Anhänger des Oranierordens (protestantisch, da Nachfahren britischer Siedler) durch proirische Siedlungsgebiete (katholisch, da Nachfahren der Iren) ziehen und es zu Ausschreitungen kommt, dann stimmt es zwar, dass die Konfliktparteien unterschiedliche Religionen haben, aber das ist nicht der Konfliktpunkt. Es geht ihnen nicht darum, welche Religion die richtige ist. Es geht darum, dass sie sich als 2 unterschiedliche Völker begreifen, von denen eines zu Irland will, die anderen bei GB bleiben wollen.

Und dass die längsten und grausamsten Kriege immer aus religiösen Gründen geführt werden, ist falsch. Der 100jährige Krieg wurde zwischen England und Frankreich um die Vorherrschaft in Westeuropa geführt und die grausamsten Kriege waren (meiner Meinung nach) die beiden Weltkriege.

Jede Weltanschauung, die andere Ansichten nicht zulässt und die sich für das einzig wahre hält, birgt die Gefahr für Fanatismus. Der Nationalsozialismus war und der Kommunismus ist ein System, das totalitär ist und das mit Religion nichts zu tun hat.

Also bitte nicht das Vorurteil verbreiten, Fanatismus würde erst durch die Religion in die Welt gesetzt. Wenn die Menschen unbedingt "Sündenböcke" haben wollen, dann suchen sie sich welche. Dazu brauchen sie keine Religion (obwohl sie manchmal als Vorwand benutzt wird).
 
Ok, in einigen Punkten hast du mich überzeugt, aber deiner Behauptung ich würde verbreiten, dass Fanatismus durch religionen in die Welt gestetzt wurd muss ich wiedersprechen. Ich habe lediglich gesagt, dass es in unserer heutigen Zeit in Religionen den besten Nährboden hat und dazu stehe ich auch! Und ich kenne keine Einrichtungoder Überzeugung die heut zu Tage Fanatiker in solch einer Taktfrequenz wie Religionen produzieren.

Originally posted by Gecko
So viel zur Behauptung, Hexenwahn sei eine christliche Erfindung.

Originally posted by Marc
Terroranschläge sind auch kein Element des moslimischen Glaubens. Eben darum geht es ja, das hier einige Member meinen, alle Moslime wären Fanatiker und potentiell gefährlich. Dem wurde entgegengesetzt, dass durchaus auch das Christentum seine Phasen hat in denen man sie als Fanatiker abstempeln kann und das grausame Aktionen sich nicht nur auf Menschen moslimischen Glaubens beschränkt

Gut Hexenvervolgung wurde nicht nur von den Christen betrieben. Auch Terroranschläge werden nicht nur von Moslimen betrieben, eben dass ist ja auch der springende Punkt dieses Beispiels. Es sollte ja nur besagen, dass nur weil es mal Hexenverfolgung durch die Chrsiten gab, nicht alle Christen Hexenverfolger sind. Eben das ist es ja. Die Behauotung Hexenverfolgung sei eine christliche Erfindung wurde erst im letzten Post von mir irrtümlicher Weise aufgestellt. Davor war davon keine rede...
 
OK. Dass man niemanden unter Generalverdacht stellen darf (weder Moslems noch Christen) ist glaube ich klar. Dass Bin Laden die Religion benutzen kann, um Fanatiker zu rekrutieren, liegt vielleicht auch daran, dass vielen Menschen im nahen Osten außer ihrer Religion nicht mehr viel bleibt und dass sie außer ihrer Religion keine Perspektive sehen.
 
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