@ Sovok:
Ich muss ehrlich sagen, ich bewundere dein Vertrauen in die Diplomatie und in das Verständnis der Terroristen, aber ich muss hier ganz offen sagen: Es ist fehl am Platze.
Wenn wir zu jedem Verbrecher Ja und Amen sagen würden, dann hätten wir früher oder später eine Gesellschaft, die ausschliesslich aus Diebstahl, Korruption, Gewalt, Mord und allem, was dazu gehört, besteht. Du kannst nicht einfach Jedem klein beigeben, nur weil du Vertrauen in deine Überzeugungskraft hast, manchmal helfen Worte nun mal nicht.
Genau deswegen werde ich immer die Todesstrafe befürworten und den Vers in der Bibel von wegen "Wenn dir jemand auf die eine Backe schlägt, dann halte auch die andere hin" (oder so ähnlich), finde ich absolut dämlich. Ich bin mir im klaren, dass in diesem Verhalten keinerlei Diplomatie steckt, aber wir sind hier nicht im Star Trek Universum, wo das schlimmste Verbrechen ist, einem Admiral das Brötchen zu stehlen.
Ich möchte nicht behaupten, dass Gewalt immer eine Lösung ist, das wäre falsch, aber in bestimmten Situationen ist es der einzige Ausweg und dann muss man sie auch nutzen.
Ich kann die Leute, die sich mit aller Gewalt für die Miliärschläge aussprechen gut verstehen, der Angriff auf das World Trade Center war feige, vollkommen ungerechtfertigt und unblaublich brutal.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie es noch Zweifel geben kann, gegenüber den Teroristen und dem gesamten Netzwerk um Osama bin Laden Gnade walten zu lassen, sie würden alles tun, um allen nicht-islamischen Gläubigen Schaden zuzufügen, sie schrecken weder vor Massenmord, noch vor brutaler Unterdrückung Islamgegner zurück, auf Diplotmatie wird mit Spott reagiert, das einzige, was sie verstehen ist Gewalt und nun haben sie mehr als genug davon.
Das Zivilisten womöglich bei den Angriffen zu Schaden kommen ist natürlich sehr bedauerlich und damit bin ich wiederrum auch nicht einverstanden, aber dein Beispiel des 18 jährigen Soldaten tritt ja darauf wohl nicht zu, denn er hat sich aus freien Willen den "Glaubenskriegern" angeschlossen und ist bereit, sein Leben für seine Überzeugung zu opfern und ist ausserdem ohne zu zögern bereit, zu töten (darauf wird er ja schliesslich in den Camps trainiert).
Bush hat den Taliban mehrere (!) Ultimaten gestellt und keines wurde erfüllt. Das Angebot, Bin Laden in ihrem Land den Prozess zu machen, war ja wohl lächerlich, er wäre schon freigesprochen gewesen, bevor die Verhandlung überhaupt angefangen hätte. Amerika hat somit seinen Pflichtteil, nämlich den Versuch, den Taliban mit Diplomatie entgegenzukommen, erfüllt und nun ist es berechtigt, weitere Schritte zu unternehmen, was es nun auch getan hat.
Entschuldige, wenn dies alles etwas herzlos klingt, aber es ist meine Meinung und ich stehe dafür gerade.
Jeder Krieg fordert unschuldige Opfer, aber in diesem Fall hat nicht Amerika den Krieg angefangen, sondern Osama bin Laden und das solltest du nicht vergessen.