Hier wird eins vergessen:
in der VWL kann man extakte Zahlen nur schätzen, das beinhaltet natürlich Fehlerquoten und unterschiedliche Interpretationsansätze. Insofern wäre ich auch vorsichtig, hier mit genauen Zahlen um mich zu werfen.
Das war kein Anflug von geistiger Umnachtung, dass ich ihm in dem Punkt zugestimmt habe, sondern nur faktisch richtig. Durch gegenseitigem Handel kann es jedem besser gehen. Staaten wie Korea haben deswegen einen solchen Aufschwung erlebt, weil sie sich geöffnet haben und ihren Platz in der Arbeitsteilung der Welt gefunden haben.
Aber: der Welthandel ist momentan noch alles andere als fair.
Und eine sehr gute Begründung für monetäre Entwicklungshilfe gibt es auch:
ein Markt schafft räumende Preise, allerdings werden diese durch unsere, man muss es sagen, Verschwendung so in die Höhe gedrückt, dass nur noch die Bauern der 3. Welt selbst am Marktgeschehen teilnehmen kann und für den Rest der Bevölkerung der Marktpreis als Prohibitivpreis wirkt. Sie können also gar nicht am gesunden Markt teilnehmen. Nahrungslieferungen sind insofern sinnlos, dass man damit auch noch den Bauern im eigenen Land das Wasser abgräbt. Gibt man den Leuten aber Geld, so dass sie auch am Marktgeschehen teilnehmen können, dann können 1. diese sich auch versorgen und 2. profiert durch die höhere Nachfrage in erster Linie die benachbarte Wirtschaft, was zu einem Konjunkturaufschwung führen soll.
Das Problem ist nur, dass das Geld zu den Menschen direkt kommen soll und nicht vom Staatsungetüm verschluckt werden darf. In ein paar Dikaturen mit Willküranzeichen ist dies natürlich schwierig...
am Wochenende mehr dazu, jetzt ist's schon spät
