Cromal schrieb:
Ist euch schon mal aufgefallen, dass sämtliche Lebensformen, die eine Atmosphäre zum Leben brauchen, und die sich in Star-Trek ungeschützt dem Weltraum aussetzen keinerlei Folgen des fehlenden Drucks aufweisen?
Ne ist mir noch aufgefallen, weil es vermutlich noch nie so einen Fall gab. Zumindst kenne ich keine Folge, wo normale Menschen im Weltraum waren und ohne Schäden zurückkamen. Aber wie kommst du darauf, dass die Leute keine Schäden davon tragen? Wie viele Folgen kennst du, wo die Leute dem Vakuum ausgesetzt waren.
Damit den Leuten nichts passiert, haben die bei Star Trek ja Kraftfelder, die Hülenbrüche versiegeln. Und für die wenigen Sekunden bis das Kraftfeld aktiviert ist, wie in Nemesis, ist ja noch Atmosphäre vorhanden die man Atmen kann. es ist halt wie ein krfätiger Sturm, wenn die Luft aus den Schiff geblasen wird. Mann muss sich nur gut festhalten.
Es gab ne TNG-Folge "Katastrophe auf der Enterprise", wo Crusher und LaForge die Atmosphäre aus einem Frachtraum lassen mussten. Crusher hat dabei erwähnt, was passiert könnte, nämlich dass Blutgefäße platzen usw. Aber sie waren ja noch nicht mal direkt dem Vakuum des Weltraums ausgesetzt. Und die Spezies die im Weltraum ohne Raumanzug rumlaufen können (Spezies 8472, Suliban, Borg) sind dafür "ausgerüstet".
Deshalb verstehe ich auch nicht, warum du glaubst die Leute würden keine Raumanzüge mehr brauchen.
Originally posted by T\'Homas :
Also, ich glaub\' mal, dass das in die Kategorie "Autorenfehler" gehört, dass es dazu also vermutlich keine (Semi-)Canon-Erklärung gibt. Und alle frei erfundenen Erklärungen wären wahrscheinlich ziemlich abstrus. Vielleicht sähe es auch einfach zu grausam aus, wenn es die Leute in tausend Stücke zerfetzen würde, ich kann mir vorstellen, dass das kein schöner Anblick ist.
Wie kommst du darauf das die Menschen explodieren, wenn sie den Vakuum des Weltraums ausgesetzt werden? Zu oft Total Recal gesehen, was?

Das ist ein sehr weit verbreiteter Irrglaube.
Vielleicht ein kleiner Text dazu:
Ein Mensch ist ungeschützt und plötzlich hartem Vakuum ausgesetzt.
Angeblich gab es bereits Unfälle in Vakuumkammern, von denen sogar
mindestens einer überlebt wurde, doch konnte dies bisher keine
verläßliche Quelle bestätigen. Sicher ist, daß noch kein Mensch aus
der Lufschleuse eines Raumschiffs geschleudert wurde
Warum platzt der Mensch nicht?
Leider hat der Mensch als solcher eben kaum einen Innendruck. Der Körper besteht zu ca. 65% aus Wasser, Flüssigkeiten sind aber praktisch nicht kompressibel, ihr Volumen ist unabhängig vom Druck. Daraus folgert nun aber, daß sie sich im Vakuum nicht ausdehnen und kein umgebendes Gewebe sprengen können.
Blieben noch die Gase: Viele freie Gase hat der Mensch nicht im Körper; sehen wir einmal von eventuellen Darmwinden ab, die sich ihren Weg mehr oder weniger unauffällig selbst suchen, und dem einen oder anderen kleinen, vernachlässigbaren Lufteinschluß, der vielleicht
etwas zu schmerzen beginnt, bleibt gerade mal noch die Lunge. In der Tat wäre es vermutlich äußerst ungesund, im Vakuum die Luft anhalten zu wollen, weil sich der explosionsartig vom Druck befreite Atem ein wenig rabiat seinen Weg nach draußen sucht. Der Brustkorb ist
zu stabil, um gesprengt zu werden, doch das Lungengewebe dürfe schwer in Mitleidenschaft gezogen werden, bevor sich der Atem auf den bequemsten Weg durch die Luftröhre nach draußen macht. Dabei wird dann einfach der Kehldeckel aufgedrückt, ohne daß das Opfer sich
nennenswert dagegen wehren könnte. Luftanhalten hilft nicht.
Was tatsächlich geschieht:
In treuem Glauben an die Leute, die andere Leute auf den Mond flogen und sogar wieder zurück, darf man sich hierzu wohl ruhigen Gewissens an die Antworten halten, die das NASA IMAGE/POETRY Education and Public Outreach Program [0] auf den Seiten "Ask the Space Scientist" [1] und "Ask the Astronomer" [2] dazu bereit hält. Daß diese Erkenntnisse vermutlich unter Verschleiß von Tieren gewonnen wurden, lassen wir im Namen der Wissenschaft unter den Tisch fallen. Auf jeden Fall darf Untenstehendes zur Zeit als wissenschaftlicher Status Quo gelten.
Das Problem liegt im Sinken des Siedepunkts bei fallendem Druck. Wenn dieser unter 47 mmHg ( = 6266 Pa = 0,063 Bar) fällt, beginnt das Wasser der Hautzellen zu verdampfen und sie platzen (ja, tatsächlich!). Dieser Prozeß beginnt an der Oberfläche der dem Vakuum ausgesetzten Haut, wozu natürlich auch Schleimhäute und das empfindliche Lungengewebe zählen. Als Nebeneffekt dieser Verdunstung wird dem Körper Wärme entzogen, und sogar sehr viel - der Effekt ist der Gefriertrocknung nicht unähnlich. Sechs Sekunden nach Eintritt der explosiven Dekompression kollabiert der Kreislauf, akute Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff, Krämpfe und die Entspannung innerer Körpermuskeln folgen. Nach fünfzehn Sekunden setzt geistige Verwirrung ein und nach zwanzig Sekunden Bewußtlosigkeit. Wird
innerhalb von achtzig Sekunden ein höherer Druck wiederhergestellt, ist dennoch ein Überleben möglich, danach sind die Zellschäden zu umfassend. Der Tod tritt ein.
Quelle: de.rec.sf.startrek.technologie