Wahlen in SA

DJ Doena

Admiral
Teammitglied
Wie ist das bei euch?

Fandet ihr das Ergebnis überraschend? Oder hattet ihr euch das vorgestellt/gewünscht/befürchtet?

Auch das es so dramatisch ausgefallen ist?

Findet ihr es gut, das Schill (vermutlich) nicht drin ist?

Rot-Schwarz oder doch lieber Schwarz-Gelb?

Meine Meinung: Große Parteien veralten sich wie Dinosaurier, bloss keine Veränderung und heute war für die SPD mal wieder der Asteroid fällig
 
DJ Doena schrieb:
Wie ist das bei euch?

Fandet ihr das Ergebnis überraschend? Oder hattet ihr euch das vorgestellt/gewünscht/befürchtet?

Auch das es so dramatisch ausgefallen ist?

Findet ihr es gut, das Schill (vermutlich) nicht drin ist?

Rot-Schwarz oder doch lieber Schwarz-Gelb?

Meine Meinung: Große Parteien veralten sich wie Dinosaurier, bloss keine Veränderung und heute war für die SPD mal wieder der Asteroid fällig


Die Wahl war doch hervorragend.
Die FDP hat 13% erreicht. :thumbup: :thumbup:

Die SPD hat endlich einen deftigen Denkzettel bekommen mit dem niemand rechnen konnte und, was mich am meißten freut, Ulrich "Mafia" Marseille und seine bekloppten Pro-Rechtsstaatler sind an der 5%-Hürde gescheitert. Hoffentlich war das das bundespolitische Aus für unseren guten Herrn Schill

Unverständlich bleibt für mich warum die PDS ohne Stimmverluste davongekommen ist. Immerhin haben sie die SPD-Regierung toleriert und sind so für die politische Entwicklung mitverantwortlich.
 
Die SED...pardon, PDS...hat ihre soliden 20 prozent, woran man dann sieht, wer bis 89 wirklich was vom System hatte. 1 zu 4 war das Verhältnis. Wäre die NSdAP nach 45 nicht verboten worden, hätte sie vermutlich auch Punkte geholt. Ansonsten gilt das alte Sprichwort: Nur die größten Kälber wählen ihre Schlachter selber...
 
Falke schrieb:
Die Wahl war doch hervorragend.
Die FDP hat 13% erreicht. :thumbup: :thumbup:

Sicher, 13% Stimmenanteil bei einer Wahlbeteiligung von 50%.
Irgendwie kommen mir da Zweifel, ob diese Regierung überhaupt legitimiert ist zum Regieren.

Na ja, meiner Meinung nach kann nicht immer nur die regierende Partei zur Verantwortung für alles gezogen werden.
Wir haben ja das Desaster CDU fast 20 Jahre lang in Deutschland ertragen müssen und nun kommen sie höchstwahrscheinlich wieder an die Macht. Die SPD regiert gerade mal eine Legislaturperiode lang und wird trotzdem dafür verantwortlich gemacht, dass sie die 20 Jahre lange Herunterwirtschaftung Deutschlands durch die CDU binnen 4 Jahren nicht beheben kann? Irgendwas stimmt doch da nicht.
Sachsen-Anhalt war nun mal schon immer ein wirtschaftlich schwaches Land, da wird auch die CDU oder FDP nichts dran ändern können. Und in 4 Jahren, wenn die Zustände noch immer die gleichen sind, geht das selbe Spiel dann wieder von vorne los...
 
Sullivan schrieb:

Na ja, meiner Meinung nach kann nicht immer nur die regierende Partei zur Verantwortung für alles gezogen werden.
Wir haben ja das Desaster CDU fast 20 Jahre lang in Deutschland ertragen müssen und nun kommen sie höchstwahrscheinlich wieder an die Macht. Die SPD regiert gerade mal eine Legislaturperiode lang und wird trotzdem dafür verantwortlich gemacht, dass sie die 20 Jahre lange Herunterwirtschaftung Deutschlands durch die CDU binnen 4 Jahren nicht beheben kann? Irgendwas stimmt doch da nicht.
Sachsen-Anhalt war nun mal schon immer ein wirtschaftlich schwaches Land, da wird auch die CDU oder FDP nichts dran ändern können. Und in 4 Jahren, wenn die Zustände noch immer die gleichen sind, geht das selbe Spiel dann wieder von vorne los...


ja, aber die dingenden Probleme die anstehen wie Rentenreform, Steuerreform, und noch einen andere Reform haben sie entweder nicht oder nur halbherzig angegangen.
Und warum ist Deutschland das Schlusslicht im Wachstum in der EU? Und das mit Abstand!

Das können sie nicht auf die CDU schieben. Sie hatten 4 Jahre Zeit! Das hätten sie gewisse Dinge machen können.

Ich werde wieder grün wählen. Ich will Eichel die Möglichkeit geben den Haushalt bis 2006 auszugleichen, was er ja vorhat. Denn das sehe ich als zweitwichtigstes Thema nach einem totalem radikalem ökologischen Wandel.
 
das problem ist: die CDU-geführte regierung hat von 91 - 94 sämtliche Schwerindustrie in SA abgewickelt (Treuhand) oder verscheuert. Tja, aber SA (Halle, Leipzig, Leuna) war nun mal schon zu ddr-zeiten ein riesiges industriegebiet.

Und da es die nicht mehr gibt, bin ich mal gespannt, was die neue CDU-Regierung jetzt großartig anstellen will, um jobs zu schaffen
 
DJ Doena schrieb:
das problem ist: die CDU-geführte regierung hat von 91 - 94 sämtliche Schwerindustrie in SA abgewickelt (Treuhand) oder verscheuert. Tja, aber SA (Halle, Leipzig, Leuna) war nun mal schon zu ddr-zeiten ein riesiges industriegebiet.

Und da es die nicht mehr gibt, bin ich mal gespannt, was die neue CDU-Regierung jetzt großartig anstellen will, um jobs zu schaffen

nichts, rein garnichts werden sie großartig machen können. subventieonen streuen? 1. kein geld und 2. würde die Eu den auf die Finger Klopfen.

also wird es in 4 Jahren entweder eine regierung geben die sich nochmal über die Wahl retten kann oder wieder einen Regierungswechsel. Denn wirklich was ändern traue ich denen nicht zu. irgendwie keinem
 
Ich habe es woanders schonmal gesagt, und sage es wieder: Wie die PDS an über 20% kommt ist mir schleierhaft. Aber wie schon gesagt wurde, würde der Gröfaz wahrscheinlich auch heute wieder Punkte holen, wenn er zur Wahl gestellt werden würde.

Nebenbei: Ist es nicht etwas seltsam, das alle Schuld immer auf die regierende Partei geschoben wird? Ich meine, natürlich hat die Regierung teilweise Schuld, aber alle?
 
DJ Doena schrieb:
...SA (...Leipzig...

Liegt das nicht in Sachsen? Oder habe ich da in Erdkunde nicht aufgepasst?

Zum Thema:
Ich finde es schade, dass die SPD so eingegangen ist, wie schon gesagt, sie sind gearde mal 4 Jahre an der Macht und werden nun für die Fehler der CDU uas den 20 Jahren zuvor verantwortlich gemacht. Man sollte ihnen einfach mehr Zeit geben, finde ich!

Ich hoffe nur, dass es bei den großen Wahlen nicht auch so passiert :konfus: :dead:
 
Borgkiller-8472 schrieb:
Liegt das nicht in Sachsen? Oder habe ich da in Erdkunde nicht aufgepasst?
üps:/ Naja, in der DDR war das einfacher, da hieß jeder Bezirk nach seiner "Hauptstadt" (Berlin, Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Potsdam, Halle, Leipzig, Erfurt, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Dresden, Magdeburg, Suhl, Cottbus, Frankfurt(Oder), Gera)
 
Wenn ihr glaubt, an dem Zustand Deutschlands sei nur eine einzige Partei Schuld, dann seid ihr aber ganz gewaltig auf die Propaganda der gegnerischen Partei reingefallen. Fakt ist, dass die Probs teilweise extrem tief verwurzelt liegen, so tief, dass es dem gemeinen Volk nicht plausibel zu machen ist, und so wird halt die Populismus-Trommel gerührt.
Was die Schwerindustrie in Mitteldeutschland angeht: die wurde als Teil der Arbeitsteilung im RGW und im Nacheifern der UdSSR errichtet, obwohl die DDR überhaupt keine natürlichen Voraussetzungen dazu hatte. Insofern mag ich es bezweifeln, ob diese Unternehmen in einem liberalisierteren Markt überhaupt eine Überlebenschance gehabt hätten.
Das Problem heute sehe ich woanders: nämlich in der Mentalität der Deutschen! Das Klischee des Volkes, das Angst vor Reformen hat, gilt immer noch, und wie! So wird keine Bürokratie abgebaut und keine Reformen im Bildungssektor in Angriff genommen, egal ob FDP, SPD, CDU oder Grüne oder nochmal andere, mach euch da mal keine Illusionen! Aber gerade die beiden Punkte sehe ich als eminent wichtig an, denn der Lebensstandard eines Landes basiert auf dessen Fähigkeit Güter zu produzieren, allein darauf. Daher sind auch Lohnstreitigkeiten als Grund für mangeldes Wirtschaftswachstum oder anderes nur vorgeschoben. Und unsere Produktion von Gütern und Dienstleistungen erhöht sich desdhalb nicht mehr, weil es an Fachleuten fehlt (Bildungssystem) und weil das Verfahren extrem erschwert wird (Bürokratie). Gut finde ich Eichels Konsolidierungsplan, da der Staat als ausfallender Kreditnehmer die Kreditkosten nicht mehr erhöht und somit Eigenkapitalaussattung für die Privaten billiger macht.
Noch ein paar Denkanstösse möchte ich euch mitgeben, warum ihr als aufgeklärte Menschen bitte nicht mehr auf Aussagen "20 Jahre Herunterwirtschaftung der Vorgänger" und ähnlichen Dreck reinfallen solltet:
oft haben wirtschaftspolitische Massnahmen Folgen, die gar nicht beabsichtigt sind und auch schwer vorauszusehen sind. Als Beispiel wird hier von Ökonomen gern die Gurtpflicht herangezogen. Das gesunkene Verletungsrisiko verleitet die Menschen dazu, unvorsichtiger zu fahren ---> Todesfälle im Auto gehen zurück, Unfallzahlen steigen drastisch an (prozentual per Auto). Todeszahlen unter Fussgängern steigen logischerweise noch. Jetzt gibt es bald Airbags für Fussgänger, da ist zu erwarten, dass Autofahrer noch weniger auf Fussgänger aufpassen.
Ähnliches kann man acuh auf andere Gebiete anwenden, z.B. Ökosteuer: die Leute werden weniger Auto fahren, da es teurer wird, sie werden aber auch wieder näher an ihren Arbeitsplatz ziehen, was neue Siedlungsstrukturen erwarten lässt etc... ihr seht schon...
Daneben gibt es noch Probleme, die eigentlich gar nicht Lösbar sind, wie das der Krankenkassen:
die Kostenexpolosion kommt daher: was tu ich als Individuum, wenn ich Kosten auf die Gesellschaft abwälzen kann? Wenn die Gesellschaft für mich mitzahlt, dann wäre ich ja dumm, wenn ich jetzt nicht besonders billig mich im Gesundheitssektor bedienen würde. Denken jetzt aber alle so, dann wäre es immer noch für mich noch das beste, fett die Leistungen in Anspruch zu nehmen, da ich sonst für geringe Leistungen viel zahle, damit die anderen davon Profitieren. Ein Kausalitätsparadoxon, dass immer zum schlechteren Ergebnis führt, obwohl jeder das tut, was für ihn am besten ist.
Aber wo will man durchtrennen? Ein System in den USA, wo man wieder selbst zahlt? Wer will die Entscheidung zwischen Moral hier und Moral da treffen? Und kommt da nicht jeder von uns auf eine andere Lösung, da es eine optimale Lösung gar nicht gibt?
 
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