Hochwasserschäden?

D

Dax

Guest
Im Fernsehen wird die ganze Zeit erzählt, dass man seine Keller nicht auspumpen darf, da sonst die Fundamente einstürzen.

Dann wieder, das der hohe Grundwasserdruck (LOL) schon allein Fundamente zum einsturz bringen kann...

Nun frage ich mich mal: wie soll das gehen? Selbst wenn ein Fundament 10 meter tief unter der Erde ist und der grundwasserpegel bei 0 cm unter dem Boden (beides sowieso schon völlig schwachsinnig) ist ganz untem am Fundament ein druck von lächerlichen 1 bar. Und das verkraftet ja schon jede lächerliche spanplatte.

Also ist das alles völliger Schwachsinn? Oder ist da irgendwie was dran?
 
Da ist schon was drann, aber die Medien verstehen das oft falsch und geben Infos wiederum falsch weiter.

Es ist so, dass der Druck ja von der anströmenden Wassermasse abhängt. Da man das nur pauschal sagen kann, ist es nicht ratsam auf eigene Faust die Keller auszupumpen. Vorallem wenn das Erdreich sehr weich sein sollte und die Bausubstanz etwas älter, kann es schneller zu Schäden kommen. Daher immer die Feuerwehr, das THW oder die Pioniere der BW fragen. Selbst wenn eine Wand das aushalten sollte ist das Für Fugen etc noch lange nicht gesagt.

Prinzipiell macht 1 Meter Wassersäule etwa 1 bar Druckunterschied aus.
 
Die Fundamente selbst werden nicht einstürzen, denn auf ihnen ruhen die Lasten des Hauses. Und da hilft auch ein bisschen Gegendruck von unten nichts, dass da was einstürzt. Was passieren könnte, ist eher, dass das GW den Kellerfußboden besonders bei alten Häusern hochdrückt. Oft ist da doch nur Stampflehm oder Ziegelfußboden. Viel schlimmer ist allerdings, dass das Grundwasser das aufsteigende Mauerwerk schädigt. (Kapillar-Wirkung) Wenn man das im Nachherein nicht richtig trocken legt, kann es zu Schimmelpilzbildung kommen. Oder das Grundwasser oder überhaupt das Wasser kann zu Ausspühlungen führen, seien es Unterspühlungen der Fundamente oder Auswaschungen des Mauerwerks, Fugen, Fachwerk etc.
 
Boothby schrieb:
Die Fundamente selbst werden nicht einstürzen, denn auf ihnen ruhen die Lasten des Hauses. Und da hilft auch ein bisschen Gegendruck von unten nichts, dass da was einstürzt. Was passieren könnte, ist eher, dass das GW den Kellerfußboden besonders bei alten Häusern hochdrückt. Oft ist da doch nur Stampflehm oder Ziegelfußboden. Viel schlimmer ist allerdings, dass das Grundwasser das aufsteigende Mauerwerk schädigt. (Kapillar-Wirkung) Wenn man das im Nachherein nicht richtig trocken legt, kann es zu Schimmelpilzbildung kommen. Oder das Grundwasser oder überhaupt das Wasser kann zu Ausspühlungen führen, seien es Unterspühlungen der Fundamente oder Auswaschungen des Mauerwerks, Fugen, Fachwerk etc.

Jo, ganz meine Meinung...

Zum Thema aufsteigende Feuchtigkeit: Ich habe bei mir im Haus (Baujahr 1910) das Problem der aufsteigenden Feuchtigkeit seit eh und jeh. Selbst der Gutachter, der das Haus damals beim Kauf begutachtet hat, war der Meinung, das das eine rein optische Sache ist, und das die Feuchtigkeit dem Mauerwerk und dem Beton nicht schadet. Aber um die Feuchtigkeit zu unterbinden, gibts einige Möglichkeiten z.b. die Kapilare durch injektion einer speziellen Flüssigkeit zu schließen...

Ich habe so eine Injektion bei einer Wand zum Test mal gemacht, das Resultat ist ganz gut, die Wand trocknet sichbar ab. Hier ein Bild!
Anmerkungen zum Bild: Ganz unten sieht man die Bohrlöcher (Abstand ca. 10 cm), darüber ist es nocht feucht, aber trocknet pro woche circa 1cm ab. Injiziert habe ich eine Horizontalsperre von Rajasil auf Kieselsäurebasis.
 
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