Episode 2x08: "If Memory Serves"

Dieses Thema im Forum "Star Trek Discovery (2017)" wurde erstellt von Vulcan, 16. März 2019.

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  5. 1 - sehr schlecht

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  1. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Trotz des offensichtlichen Kanon-Bruchs und der im Prinzip eher fragwürdigen Plausibilität der Handlung, fand ich die Folge abgesehen von dem hanebüchenen Sektion 31-Müll am Ende irgendwie ganz gut. Ich führe das darauf zurück, dass der Umgang eine signifikante Verbesserung zur ersten Staffel ist:
    - Die Handlung ist zwar fragwürdig, aber nicht totaler Schwachsinn wie Staffel 1.
    - Der Kanon-Bruch ist zwar vorhanden, aber immerhin sind eine ganze Reihe von Aspekten beachtet worden: Die Talosianer und Vina wieder zu sehen war daher angenehm. Kein Vergleich mit dem respektlosen SpaceOrc-Scheiß aus Staffel 1.

    Und ab hier wird es deutlich spoilerischer:
    Was sehr nervig ist, ist aber wieder der Befehlsverweigerungs-Blödsinn. Leland behauptet, die Discovery sei nun auf der Flucht wegen Befehlsverweigerung und - schlimmer - die Discovery-Crew scheint das zu bestätigen.
    Dabei ist das natürlich absoluter Blödsinn. Nur weil die Assistentin von irgendeinem dahergelaufenen eingebildeten Agenten-Trottel Pike eine "Anweisung" gibt, heißt das noch lange nicht, dass es ein Befehl ist, denn diese Leute haben in der Befehlskette dort nichts zu suchen. Selbst wenn man annehmen würde, dass Sektion 31 zu diesem Zeitpunkt vielmehr ein Teil des ordentlichen Geheimdienstes der Sternenflotte ist, wäre die Weisungsbefugnis von ihnen gegenüber Pike und Discovery bei absolut null.
    Der einzige Hinweis, dass Leland irgendwie mit Pikes Kommandohierarchie in Verbindung steht, ist als Cornwell den beiden gesagt hat, dass sie zusammenarbeiten müssten. "zusammenarbeiten" heißt aber eben nicht, dass Captain Leland Befehlsgewalt über Captain Pike hätte oder ähnliches.

    Hier hat also nicht mehr Befehlsverweigerung stattgefunden wie wenn ein wildfremder Besoffener an einer Haltestelle sagt, dass man von einem Sitzplatz aufstehen soll und man das nicht macht. Tatsächlich ist für Leland vom Verwirrtheitsgrad und der kognitiven Denkleistung ein Besoffener wahrscheinlich ein passender Vergleich.

    Was mir so aufgefallen ist:
    - Nachdem Burnham das Shuttle längst in Richtung des Planeten steuert, gibt der Computer doch irgendwann mal eine halbherzige Warnung heraus, dass es sich um ein Sperrgebiert handele.
    - Zwar haben die singenden Blumen eine angemessene Aktualisierung erhalten und auch das neue Talosianer-Design geht in Ordnung, ansonsten sind die Discovery-Leute aber sehr schlecht dabei, bereits bekannte Orte wiederzuerschaffen:
    -- Diese bläuliche Schutt-Version von Talos IV erinnerte mich mehr an den Anti-Terranischen-Rebellen-Planeten aus Staffel 1 als an Talos IV; da reicht es leider nicht, nur ein paar Blumen hinzustellen.
    -- Auch die Darstellung der Umgebung von Sareks Haus ist vollkommen unpassend. In den bisherigen Folgen war es ja schon merkwürdig unpassend zu allem, was wir von Vulkan und insbesondere Spocks Elternhaus von früher kennen. Dass sie jetzt explizit einen Wald vor die Wohnung packen und dann offenbar auch noch diesen mit der Forge (dem "Glühofen") von früher gleichsetzen, ist mehr als befremdlich.
    - Dass Spock die Talosianer um Hilfe fragt, ist nicht unbedingt die naheliegendste Idee. Zwar haben sie am Ende von Der Käfig enttäuscht ihren ursprünglichen Plan aufgegeben, die Menschheit zu versklaven; eine besondere Freundschaft gab es zu dem Zeitpunkt aber nicht. Bei Talos IV - Tabu gab es immerhin einen entsprechenden Vorlauf, wo Spock offensichtlich im Kontakt mit ihnen stand, bevor er handelte. Auch dass Illusionisten einem den verwirrten Geist reparieren können, ist möglicherweise nicht von vornherein klar. Insgesamt ist das aber alles kein direkter Fehler und irgendwie noch akzeptabel. Tatsächlich hat Spock mit seiner Vermutung ja sogar recht und die Talosianer wollen dafür nicht mal eine Gegenleistung - das, was sie verlangen war ja offensichtlich auch nur, weil sie eine Aussprache zwischen Spock und Burnham wollten.
    - Das große Geheimnis, was zwischen Burnham und Spock vorgefallen ist, welches so unfassbar war, dass Burnham es Amanda nicht sagen wollte, ist im Prinzip gar nichts. Das Geheimnis wurde nun gelüftet, man weiß aber nicht mehr als vorher als es als großes Geheimnis gehypt wurde. Das würde ich aber definitiv nicht dieser Folge, sondern den vorherigen Red Hering-Folgen anlasten.
    - Interessant ist, dass bei allen Reviews, die ich gesehen habe, niemand den Wortwitz (/Doppeldeutigkeit) des Titels bemerkt hat. Die gehen alle nur auf den "falls ich mich recht entsinne"-Teil ein; dass in dieser Folge aber das Gedächtnis (im Prinzip alleine) die Handlung vorantreibet und somit den Protagonisten "dient" (englisch: (to) serve), ist wohl niemandem aufgefallen.
    Ich muss sagen, dass ich Titel, die mit der Handlung etwas zu tun haben, insbesondere wenn sie doppeldeutig sind, sehr viel lieber habe, als die merkwürdigen, abstrusen Titel aus der ersten Staffel.

    Live long and prosper,
    Vulcan
     

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