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Episode 14: "The War Without, the War Within"

Dieses Thema im Forum "Star Trek Discovery (2017)" wurde erstellt von Vulcan, 6. Februar 2018.

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  5. 1 - sehr schlecht

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  1. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Kaum zurück aus dem Spiegeluniversum, unternimmt DIS alles, um klar zu machen, dass die DIS-Sternenflotte ebenfalls antifreiheitlich, antiaufklärerisch, wissensfeindlich und faschistisch ist. Der Unterschied zum Terranischen Imperium ist also bloß der Rassismus. Wenn manch einer die faschistische Einstellung in der ersten Hälfte der Staffel noch versucht, auf SpiegelLorca zu schieben, gibt es diese Ausrede nun nicht mehr.
    Konsequenterweise schließen sie die Folge dann damit ab, dass sie den alten Captain, der in Wirklichkeit ein verdeckter böser Doppelgänger war, nach seinem Tod ersetzen durch einen neuen Captain, der in Wirklichkeit ein verdeckter böser Doppelgänger ist. Faschismus 14, Rationalität und Freiheit 0!

    Dass sie ein paar dringend notwendige Charakterszenen eingebaut haben, die bisher in DIS sträflich vernachlässigt wurden, wertet die Folge zwar auf, kann sie aber nicht retten!
    Mit der Folge haben sie einen der wenigen bisher akzeptablen Charaktere, Admiral Cornwell, jedenfalls erfolgreich demontiert.

    Im Einzelnen:
    - Im Zusammenschnitt, was bisher geschah, klingt SpiegelLorca beim Fallen in den Kern wie der TIE-Fighter-Hund[1]
    - Burnhams dümmliche Lüge bzgl. der SpiegelKelpianer holt sie nun ein und enthüllt Saru wieder einmal, dass er ihr nicht wirklich vertrauen kann.
    - Aus dem Nichts heraus stuft Saru die Anwesenheit von SpiegelGeorgiou als geheim ein; was soll dieser Fascho-Scheiß? Klar, das ist für Cornwells spätere geistesumnachtete Entscheidung wichtig, aber das kann Saru an der Stelle ja noch nicht wissen.
    - Wir erinnern uns, dass nachdem Burnham und SpiegelGeorgiou hochgebeamt wurden, die Discovery die Charon zerstört hat, den Rückflug ins Hauptuniversum gemacht hat, erkannt hat, dass der Krieg wohl nicht so gut läuft, Leute auf die Außenhülle geschickt hat, um das ISS wieder in USS zu ändern. Dennoch stehen sie immer noch auf der Transporterplattform, bis endlich Saru den Raum betritt.
    - Burnham fragt Saru im Flur über die Sternenflotte aus; da sie bis dahin nur auf der Transporterplattform stand, dürfte sie aber noch gar nicht wissen, dass sie in der falschen Zeit sind - Saru sagt es ihr aber natürlich nicht!
    - Saru zu Tyler: "Ich muss ihre Privilegien einschränken, nehme ihnen aber nicht ihre Freiheit!" Man kann durchaus der Meinung sein, dass diese Vorgehensweise in Ordnung ist, die Formulierung ist trotzdem sehr naiv! Natürlich wird seine Freiheit damit eingeschränkt. Leider ein weiteres Beispiel, wie die Einschränkung von Freiheiten bagatellisiert wird, indem sie weggeredet werden.
    - Der MedScan an der Wand zeigt, dass die klingonische Anatomie "latent on A" ist, wobei "A" die menschliche Anatomie ist.
    - Burnham hat wieder kein Sternenflotten-Rangabzeichen. Auch nachdem Lorca weg ist, wird ihre Stellung also nicht normalisiert bzw. spezifiziert. Sie ist weiterhin nur "halt irgendwie da".
    - Der Entertruppe der Sternenflotte beamt durch die aktiven Schilde der Discovery...
    - Der Andorianer, der den Entertrupp führt, ist wohl das Gegenstück zu dem andorianischen Rebellen von vor zwei Folgen.
    - Im Prinzip hätte Saru die Frage "Wo ist Captain Lorca?" auch einfach beantworten können.
    - Sarek führt ohne Zustimmung eine Gedankenverschmelzung durch, angeblich "[weil es] die Zeiten erfordern". An der Stelle hatte ich gedacht, dass dies begründet sei entweder weil die ISS Discovery 9 Monate lang Chaos gestiftet hätte oder aber die Klingonen das "species reassignment protocol" nun in größerem Maße einsetzen. Wie sich in der Folge herausstellt, ist es keiner der beiden Gründe - tatsächlich ist es vollkommen grundlos. Also was soll der Scheiß?
    - Sareks bedeutungsschwangere Enthüllung "Captain Lorca... ist tot!" ist als Teaser vor dem Vorspann "interessant". Wobei dieser Twist den Zuschauer an der Stelle möglicherweise nicht wirklich überrascht. Andererseits muss man sein Hirn schon sehr deutlich ausschalten, um die Serie zu genießen. Es wäre also gut möglich, dass diejenigen, die die Serie gut finden, aufgrund des ausgeschalteten Hirns auch in der letzten Folge gar nicht mitbekommen haben, dass Lorca tot ist.
    - Das andere Sternenflotten-Schiff verschwindet dann wohl während des Vorspanns und taucht nicht wieder auf. Wäre auch nett gewesen, wenn man das Schiff mal gezeigt hätte.
    - Cornwell hat eine Schale Glückskekse mit in den Besprechungsraum gebracht, nur um sie mit dem Phaser zu vaporisieren...
    - Bisher (erste Hälfte der Staffel) dachte ich, dass dieser Besprechungsraum auf Cornwells Sternenbasis sei; scheint aber wohl doch ein Raum auf der Discovery zu sein!?
    - Sarek weist die Fans nochmal darauf hin, wie unvorhersehbar der SpiegelLorca-Twist war. Na hoffentlich klärt er die Fans auch über Voq noch entsprechend auf.
    - Cornwells Aussage über den Tod des normalen Lorca ist auch blöd formuliert. Natürlich kann ein Sternenflottenoffizier im Spiegeluniversum überleben. Er kann natürlich auch sterben, aber die Formulierung ist halt dumm.
    - Cornwells Darlegungen zum Kriegsverlauf sind eher anekdotisch als faktisch; kein gutes Zeichen in Bezug auf die Einstellung zu Wissen und Ratio in der Gesellschaft.
    - Sarek legt es so dar, als ob 24 zerstrittene Gegner schlimmer seien als wenn sie alle vereint gegen einen vorgehen würden - merkwürdig.
    - Faschistisch und wissensfeindlich: Alle Infos über das SpiegelUniversum müssen gelöscht werden, weil die dummen, dummen Bürger sonst Amok laufen! Na ja, wie Tilly später sagt: Das Umfeld macht die Leute. Wenn man sie wie dumme Schafe behandelt wie hier, ist es kein Wunder, wenn die nachher verdammte Faschisten an die Macht wählen.
    - Stamets' Aussage dazu ist absurd; hier sieht man definitiv keinen Wissenschaftler!
    - Und die Defiant wird nicht mal erwähnt.
    - Warum muss Burnham auf Georgiou hinweisen? Hat Sarek das bei der Geistesverschmelzung gar nicht bemerkt?
    - Stamets trifft auf Tyler. Die Szene ist zwar nicht besonders herausgearbeitet, aber immerhin haben sie sich nicht komplett um die Szene gedrückt. Bisher war Culbers Tod von allen ja eher stiefmütterlich behandelt worden.
    - Im Hintergrund (am Ende des Gesprächs von Stamets mit Tyler) läuft ein Crewmitglied mit bauchfreiem Uniform-Oberteil herum. Diese kannten wir bisher aus dem Spiegeluniversum in TOS und ENT; es ist schon ironisch und/oder bezeichnend, dass es in DIS im Spiegeluniversum nicht vorkommt, dafür aber im Hauptuniversum.
    - Auch die Szene im Speisesaal ist ganz ok, wenn auch am Ende vielleicht etwas übertrieben. Wenn man unbedingt will, kann man Tilly hier etwas Charakterentwicklung zuschreiben (wenn man es mit Episode 1x03 vergleicht).
    - Leider werden hier wieder Sarus dümmlichen Ganglien gezeigt. Wenn eine Sternenbasis aus nächster Nähe nicht auf einen Ruf antwortet, braucht man aber wohl keine übersinnlichen Fähigkeiten, um zu realisieren, dass es da möglicherweise ein Problem gibt.
    - Cornwells Aussetzer auf der Brücke finde ich unerfreulich. Das fällt ja mal wieder voll in das "Frauen versagen in Ausnahmesituationen"-Trope; nun stelle man sich mal vor, ob sie so eine Szene auch mit einer männlichen Rolle machen würde, sofern sie den Mann damit nicht vollkommen diskreditieren wollten.
    - Warum ist L'Rell verwundert, dass Cornwell am Leben ist? Sie sind doch gemeinsam an Bord gebeamt!
    - Burnham ist in beiden Universen ein Waisenkind. Das hat bestimmt einen Grund: Sie ist tatsächlich ein Android, mit den einfachsten Logiken programmiert, die auch keinen Kontext kennen, z. B. ist für sie "Georgiou retten" nun mal "Georgiou retten" (egal ob Spiegel oder nicht) und "einen Krieg gegen die Klingonen gewinnen" in jedem Kontext das Gleiche, ob im Spiegeluniversum oder im Hauptuniversum, ob aus einer Position der Stärke heraus oder wenn man kurz vor der Niederlage steht. Es muss das gleiche Vorgehen geben, um den Krieg zu gewinnen. Da diese einfache kontextfreie Logik aber natürlich die Realität extrem lückenhaft abbildet, hat man diesem Androiden ein Verschleierungsmechanismus zugegeben. Er modifiziert seine Handlung willkürlich und stellt dieses nach außen als "Emotionen" hin. Ist Euch aufgefallen, dass Burnham nicht blutet und viel zu schnell rechnen kann? Ich erwarte also, dass die 1. Staffel mit der Auflösung endet, dass Burnham ein Android ist (und es selbst natürlich nicht weiß).
    - Aha, die Discovery kann also innerhalb weniger Minuten einen neuen Vorrat an Sporen erzeugen. Das reduziert die Aussage aus der letzten Folge "Wir brauchen alle Sporen für den Angriff auf die Charon, daher können wir dann nicht mehr nach hause zurückkehren." zu "Wir brauchen alle Sporen für den Angriff auf die Charon, daher können wir dann für einige Minuten nicht mehr nach hause zurückkehren." Möglicherweise könnten sie mit Culber ja auch sowas machen. Aus "Er ist tot (für immer!?)." könnte man ja vielleicht auch "Er muss sich mal 5 Minuten ausruhen." machen.
    - Sareks Worte zu Burnham sind überraschen einfühlsam, besonders wenn man bedenkt, dass er das Gespräch offensichtlich nur in diese Richtung lenkt, um Burnham von ihrer Frage abzulenken.
    - Tilly Worte bzgl. Umfeld sind auch gelungen.
    - Was für ein Raum ist das, in dem Tyler und Burnham reden? Haben sie extra dafür ein neues Raumset erstellt, nachdem sie vorher so geizig waren mit neuen Sets?
    - "NX-01 vor fast 100 Jahren" wieso "fast"? 2151 bis 2256 sind mehr als hundert Jahre! Können die nicht wenigstens mal kurz einen Faktencheck auf Memory Alpha machen!
    - Dass sie am Ende SpiegelGeorgiou zum Captain machen, ist nur konsequent in ihrer grenzenlosen Naivität, mit der sie dem Dogma "In schweren Zeiten, brauchen wir Arschlöcher, die es gebacken bekommen!" folgen und es propagieren.
    - Interessant ist dabei, dass wohl nicht mal Detmer Cornwells Lüge anzweifelt.

    Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass die ganze Story mit dem Plan im Klingonenkrieg bestenfalls hanebüchen ist... aber das ist halt das geringste Problem der Folge.

    Live long and prosper,
    Vulcan

    [1]
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Februar 2018
  2. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Zu erwähnen wäre natürlich noch, dass es beachtlich ist, dass in 100 AU Entfernung von der Erde so ein schöner Planet zu finden ist und dass somit also die Klingonen bereits im SolSystem sitzen.
     
  3. Stargamer

    Stargamer Captain Mitarbeiter

    Ironischerweise nutzt man das ganze aber wiederum nicht um zu checken was nun mit Tyler ist.