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Episode 10: "Despite Yourself"

Dieses Thema im Forum "Star Trek Discovery (2017)" wurde erstellt von Vulcan, 9. Januar 2018.

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  1. 5 - sehr gut

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  2. 4

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  3. 3 - mittelmäßig

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  4. 2

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  5. 1 - sehr schlecht

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  1. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Die Folge ist für DIS-Verhältnisse tatsächlich gut. Es gibt zwar wie immer kleinere Unstimmigkeiten sowohl innerhalb der Folge als auch im Kontext zu Star Trek, aber sie halten sich dieses Mal eher in Grenzen.
    Möglicherweise liegt das an der guten Regie von Jonathan Frakes oder auch daran, dass die Discovery nun im Spiegeluniversum unterwegs ist und sie hier wohl besser reinpasst.
    Das gilt natürlich unter der Einschränkung, dass die Folge nicht in sich geschlossen ist und somit die Möglichkeit besteht, dass sie diese Folge ruinieren, in dem sie die Handlung in den darauffolgenden Folgen nicht sinnvoll zu einem Ende bringen.

    Nun gibt es wieder einige Spoiler:

    Was mir gut gefallen hat:

    - Jason Isaacs als schottischer Ingenieut hat schon was...
    - Burnhams Erklärung zur "Stärke" der Terraner ist gelungen. Da es im Prinzip das erste Mal ist, dass in DIS überhaupt etwas überzeugend erläutert wird, schreibe ich das nun einfach mal - ohne Nachzuschauen - der Regie von Jonathan Frakes zu.

    Fehler & Was mir nicht gefallen hat:
    - Warum ist die Arrestzelle der Discovery immer unbewacht? [auch schon in den anderen Folgen]
    - Oh hey, der Pakistani ist ein Schläfer, wie kreativ! Meine Erwartung ist, dass die künstlich-erstellte Persönlichkeit von Ash Tyler letztlich die Oberhand gewinnen wird. Falls nicht, wäre die Wahl eines Pakistani hier nicht nur ein Klischee, sondern sogar rassistisch. (In einer Geschichte über die aktuelle USA einen Schläfer mit einem Pakistani zu besetzen, hat eine gewisse (wenn auch langweilige) Logik - in einer SciFi-Geschichte in der Zukunft nicht.) Natürlich erwarte ich immer noch, dass klar aufgeklärt wird, dass es auch einen echten Ash Tyler gab, da sonst die ganze Geschichte in dem Moment, wo VoqTyler die Discovery betreten hat, hätte enden müssen ("Background check").
    - Wiederum scheint die Kadettin die Leitung im "Maschinenraum" zu haben. [auch schon in den anderen Folgen]
    - Die "Trümmer", aus denen der Datenkern geborgen wurde, haben offenbar das Verschwinden und Erscheinen der Discovery vollständig aufgezeichnet. Bemerkenswert ist, dass die Rebellen offenbar auch klassifizierte Terraner-Infos in ihrem Datenkern speichern. Hier wurde vielleicht nicht das einfache 0815-Rebellen-Schiff vernichtet.
    - Dass Saru so lange (in dem Augenblick) irrelevante Informationen herunterplappert, als es gilt, ordentlich auf den Ruf der Cooper zu reagieren, ist höchst nervtötend.
    - Die Cooper sollte anhand der Registrieungsmarkierungen problemlos erkennen können, dass es sich nicht um die ISS Discovery handelt. Beim ersten Treffen (als sie vom Vulkanierschiff angegriffen werden), ist es plaubibel, dass die Cooper das nicht bemerkt. Als sie aber später zur Discovery zurückkehren und diese einfach nicht antwortet, hätte die Cooper das auf jeden Fall bemerkt.
    - Die vollständige interne Umrüstung, die folgt, wirkt aber erst mal etwas übertrieben... wollen wir mal sehen, ob es sich doch lohnt.
    - Das dümmliche gefährdende Verhalten von Tyler und Burnham ist zum Kotzen ... und macht letztlich die Folge zu einem echten Downer, auch wenn die unterliegende Botschaft "Wenn jemand so dumm agiert, dann stirbt jemand" natürlich durchaus richtig ist. Genau genommen qualifiziert sich Burnham hier wiederum für eine weitere Haftstrafe.
    Die Qualität dieser Folge entscheidet sich nun auch darüber, ob Burnham ihr Fehlverhalten in den nächsten Folgen ordentlich addressiert und endlich mal etwas daraus lernt.
    Im Prinzip ist so ein Verhalten auch der Grund, warum ich Probleme habe, Supernatural anzuschauen: Jede Staffel verheimlicht einer der Brüder dem anderen gegenüber eine extrem wichtige Info, was dann immer ins Fiasko führt. Dann kommt das jeweilige Geheimnis raus, sie können die totale Zerstörung doch gerade noch abwenden und.... dann wiederholen sie einfach das gleiche dümmliche Schema, nur dass variiert, welcher Bruder gerade ein Geheimnis hat.
    - Insbesondere falls der Defiant-Plan funktionieren sollte, besteht wiederum viel canon-crashing-Potential. Im Prinzip ist natürlich schon rein die Information über die Defiant in den Händen der Discovery ein Problem. Im Prinzip müsste die Discovery nun vor der Rückkehr ins Originaluniversum zerstört werden. Und nein, jede "Sektion 31 hat das dann geheim gehalten"-Erklärung, warum überragende Technologien/wichtige Informationen später nicht mehr auftauchen, ist nur Beschiss.
    - Fragwürdig ist außerdem, dass Burnham am Ende der Folge lieber Ash vernascht als den Auftrag zu erfüllen - besonders interessant, weil Lorca in der Agoniezelle ausharrt.

    Neue Entwicklungen:
    - DIS führt ein, dass die Klingonen im Spiegeluniversum eine Allianz (mindestens mit Raumschiffaustausch) mit den Antiterranischen Rebellen haben.
    - DIS ändert das Abzeichen und die Uniformen des Terranischen Imperiums und macht es - in Bezug auf das, was wir kennen - unpassenderweise zu einer "human-only"-organisation.
    - Es wird angenommen, dass Spiegel-Lorca auf der Flucht ist...

    After Trek:
    - After Trek hat seinen Vorspann angepasst entsprechend der Spiegeluniversums-Thematik - Discovery selbst natürlich nicht.
    - Harberts sagt etwas wie, dass es quasi verrückt sei, die schwule Beziehung von Stamets und Culber bis Folge 10 aufzubauen und dann einfach einen zu töten und daher haben sie ihn ja nicht einfach getötet, sondern gezeigt, dass Culber der klügste an Bord ist... und ihn als Folge dessen getötet, so dass sein Tod eigentlich ein Sieg sei.... ähh wtf???
    - Berg korrigiert sich in Bezug auf L'Rell von "Person" auf "Klingon", ohne dass es einen vernünftigen inhaltlichen Grund dafür gibt. Es wirkt so, als ob sie Klingonen nicht für Personen halte.
    - Culber sagt, dass seine Lieblingsszene noch kommt - ich glaube, dass er trotzdem tot ist.
    - Im Prinzip sagt Harberts weiter, dass sie sich gedacht hatten, dass das Pärchen Stamets/Culber nicht von Anfang an gemocht würde, sondern dass Culbers Tod das erst verursachen würde... again wtf?
    - Es wird kein Spiegel-Culber auftauchen.
    - Harberts behauptet, dass L'Rell die wohl am detalliertesten charakteristierte (weibliche) Klingonin in Star Trek sei, was offensichtlich bedeutet, dass er Star Trek nicht gesehen hat. B'Elanna, Lursa, B'Etor und selbst die nur in zwei Folgen auftauchende K'Ehleyr haben z. B. einen deutlich detaillierter dargelegeten Charakter.
    - Am Ende wird angedeutet, dass Culber möglicherweise mit Sporen wiederbelebt werden könnte.

    Live long and prosper,
    Vulcan
     
  2. Peter von Frosta

    Peter von Frosta Lieutenant Junior Grade

    Shazad Latif ist Brite. Seine Vorfahren kommen auch nicht nur aus Pakistan. Das tut doch gar nix zur Sache.

    Meine Freundin hat sich gerade ordentlich schlapp gelacht :D
    "Ja, er hat das Serienprinzip erfasst"

    Sehe ich nicht so, im Grunde spricht doch alles dafür, dass die komplette Discovery Mission geheim bleibt. Das Spore-Drive ist ja auch jetzt schon geheim.


    Was mir aber beim Anschauen noch mal durch den Kopf ging ist meine Vermutung, dass Lorca tatsächlich aus dem Paralleluniversum stammen könnte. Es würde irgendwie zu seinem Charakter passen, dass er einerseits sehr zielstrebig ist, andererseits scheint Spiegel-Lorca ja ein Gewissen gehabt zu haben, zumindest was man erfährt. Er hat sich ja scheinbar nicht ohne Grund mit Imperator Hoshi Sato angelegt.
    Seine Augenverletzung würde dann auch nicht von der Explosion stammen, sondern von Burnham.
     
  3. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Das tut dann etwas zur Sache, wenn bestimmte Rollen immer oder extrem überproportional mit Personen mit einem bestimmten Merkmal besetzt werden und somit ein deutlicher Stereotyp geschaffen wird. Und hier hat man sich halt voll (und wohl kaum unabsichtlich) ins Klischee gesetzt.
    Wenn man nun eine Geschichte über z. B. den sogenannten Islamischen Staat oder alQaida macht und darin ein Schläfer vorkommt, kann man argumentieren (muss man aber nicht), dass man dafür einen arabischstämmigen Schauspieler besetzt, weil er nun mal eine arabische Rolle spielt, da ein buddhistischer Australo-Däne im sogenannten IS womöglich merkwürdig erscheinen würde - wobei man natürlich auch dabei nicht verpassen sollte, auch positive arabische Rollen zu besetzen.
    Wenn man aber nun eine SciFi-Geschichte erzählt, die offensichtlich keinerlei derartigen kulturellen Hintergrund "aufzwingt", und trotzdem wieder den "Araber" als Schläfer besetzt, dann ist das nun mal fragwürdig - insbesondere wenn man bedenkt, dass sonst keine arabisch(stämmig)en Rollen in der Serie vorkommen.
    Es kann doch auch einfach mal einer der Weißen der Schläfer sein und der arabischstämmige einfach nur ein normaler Mensch.

    Ich freue mich, für Amusement gesorgt zu haben. ;) Die Serie ist ja eigentlich auch ganz nett, es tut halt nur ein bißchen weh, dass sie nie daraus lernen.

    Es gibt aber keinen legitimen Grund, z. B. den Sporenantrieb über den Krieg hinaus geheimzuhalten. Gerade in einer Star Trek-Serie möchte ich nicht sehen, dass das Krebsgeschwür der geheimdienstlichen Verarsche der Bürger unter dem Deckmantel der vorgeblichen "Sicherheit" gut geheißen bzw. legitimiert wird. Bisher hat Star Trek das gut hinbekommen, z. B. ist Sektion 31 immer Antagonist und unsere Protagonisten bekämpfen sie, wo sie sie antreffen - und das ist auch das einzig richtige.

    In Bezug auf die Defiant muss ich mich aber womöglich korrigieren. Hier könnte gegebenenfalls aufgrund der Integrität der Zeitlinie eine Geheimhaltung der Discovery-Erlebnisse bzgl. der Defiant bis zum Verschwinden der Defiant greifen. Dann hätte die USS Enterprise Pech gehabt, dass sie dummerweise mit dem Spiegeluniversum zu tun bekommt bevor die Geheimhaltung ein Jahr später ausläuft. Das wäre wohl eine mögliche Begründung - schließlich könnte ein Zeitparadoxon verheerende Wirkungen haben.

    Insbesondere sein Umgang mit Stamets/Culber legt das irgendwie nahe. Auch, dass er die Idee mit den Paralleluniversen in der Besprechung mit Burnham und Saru im Großen und Ganzen Stamets in die Schuhe schiebt.
    Lediglich der Hauptplan wirkt ein bißchen lau dann... dass er nun 9 Folgen lang Burnham "gehegt und gepflegt" hat, damit sie ihn in seine verdiente Agoniezelle bringt, wirkt etwas aufwändig, selbst wenn sein Ziel z. B. ist, die Defiant unter seine Kontrolle zu bringen. Schließlich ist die Defiant von 2269 nun, wo bereits einige Schiffe der Constitution-Klasse unterwegs sind und die Defiant auch schon seit gut 100 Jahren von den Terraner untersucht und benutzt wurde, sicherlich auch nicht mehr annähernd der Machtfaktor wie sie es 2154 im Spiegeluniversum war. Also möglich ist es sicherlich, aber der Grund ist bisher vollkommen offen und der Weg dahin scheint auch eher wirr zu sein.

    Ich glaube nicht, dass die 127-jährige Sato noch die Imperatorin sein wird. Ich gehe davon aus, dass Georgiou die Imperatorin sein wird. Das passt z. B. zu den Aussagen von Connor und ganz extrem natürlich dazu, dass der Serie offenbar nur eine extrem begrenzte Anzahl an Schauspielern zur Verfügung steht und zum Anfang der Serie angedeutet wurde, dass Michelle Yeoh durchaus noch was zu tun bekommen werde. Das einzige, was ein wenig dagegen spricht ist, dass sie jeweils von "Emperor" statt "Empress" sprechen.

    Live long and prosper,
    Vulcan
     
  4. DJ Doena

    DJ Doena Admiral Mitarbeiter

    Oh, da wäre ich mir nicht so sicher. Man muss sich bewusst macht, dass dies eine Serie ist, die zumindest auf dem Papier versucht, feministisch zu sein. Wir haben einen weiblichen Hauptcharakter namens "Michael".

    Und in den USA läuft die ganze "genderspezifische Berufsbezeichnung"-Diskussion genau andersrum als in Deutschland. Im Englischen gibt es nur wenige geschlechtsspezifische Berufsbezeichnungen, viele davon im adligen Bereich: Emperor-Empress, King-Queen, Lord-Lady.

    Aber eben auch actor-actress. Was hingegen nicht dazu gehört ist nurse-orderly. In den USA kann auch ein Mann eine nurse (Krankenschwester) werden. Orderly ist ein anderer Beruf.

    Worauf ich hinaus will: Es gibt durchaus (feministische) Darstellerinnen, die es diskriminierend finden, dass sie als "actress" bezeichnet werden und nicht gleichberechtigt zu ihren männlichen Kollegen genauso "actors" sind.

    Von dieser Perspektive könnte es also durchaus passieren, dass wir eine Emperor Georgiou sehen werden.
     
  5. Peter von Frosta

    Peter von Frosta Lieutenant Junior Grade

    Was genau Lorcas Ziel ist weiß man halt noch nicht. Vielleicht will er ja auch nur ein Machtobjekt im Spiegel-Universum selbst haben.

    Laut Memory Alpha herrscht Sato I - III (sie klont sich mehrfach) bis Spock sie endgültig tötet (ist natürlich nur Buch-Canon).
     
  6. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    @Doena: Ja, ich denke auch, dass es kein echter Hinderungsgrund ist. Ich bin gespannt auf Emperor Georgiou.

    @Peter: Das wusste ich nicht. Wobei ich glaube, dass DIS, wo es den Canon schon nicht wirklich ernst nimmt, die Bücher wohl ganz ignorieren wird. Letzteres würde ich zugegebenermaßen aber zum Großteil auch - die Bücher waren für mich nie Teil des Canon.

    Eine weitere Möglichkeit der Ironie:
    Ihr erinnert Euch natürlich, dass Cornwell vor ihrer letzten Mission sagte, dass sie Lorca absetzen werde, sobald sie zurückkommt von der Mission. Leider wurde sie dann ja entführt, dann aber von der Discovery gerettet und glücklicherweise (wenn auch handlungstechnisch fragwürdig) von der Discovery auf eine Sternenbasis geschickt, bevor die USS Discovery mit der ISS Discovery vertauscht wurde. Wenn Cornwell ihre Drohung jetzt versucht wahrzumachen, wird die ISS Discovery möglicherweise deswegen enttarnt, was sogar noch witziger wäre, wenn sie dann den echten Lorca an Bord hätten und der Lorca, den wir bisher sahen, der Spiegel-Lorca war.

    Live long and prosper,
    Vulcan
     
  7. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Nachtrag: Es gibt noch eine Sache, die mir beim Schauen durch den Kopf ging, aber es irgendwie nicht in die Zusammenfassung geschafft hat: Auf der Discovery haben sie das Crew-Mitglied, das im Hauptuniversum den niedrigsten Rang hat, zum Captain gemacht. Bemerkenswerte Wahl wegen dieses Gegensatzes. Auf der Shenzhou haben sie dann das Crew-Mitglied, das im Hauptuniversum den niedrigsten Rang hat, zum Captain gemacht... Hmm.

    Live long and prosper,
    Vulcan
     
  8. Peter von Frosta

    Peter von Frosta Lieutenant Junior Grade

    Stamets hatte sie vor ein paar Episoden auch schon einmal als "Captain Tilly" angesprochen. Für ihn sind die Universen während der Sprünge scheinbar verschmolzen oder so.