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Der Star Trek Reboot

Dieses Thema im Forum "Allgemein" wurde erstellt von master80198, 22. Juli 2013.

  1. master80198

    master80198 Lieutenant Junior Grade

    Hallo Leute,

    ich habe heute ein Thema zu besprechen, was mir seit 2009 immer wieder sauer aufstößt.
    Warum werden die Star Trek-Filme von J.J. Abrams so heftig durch den Reißwolf gedreht? Nur weil Star Trek jetzt komplett anders aufgezogen wurde? Leute, das ist ein Reboot und nicht mit dem alten Star Trek-Universum zu vergleichen. Selbst die Originaldarsteller aus TOS feiern den Reboot total, im Falle von Leonard Nimoy sogar so heftig, dass er jetzt sogar Teil der sogenannten "Neuen Zeitlinie" ist. Star Trek hat jetzt mehr den Fokus auf Comedy, Action und Charaktermomenten und das ist meiner Meinung auch gut so, dem Franchise eine neue Richtung zu geben.

    Ihr dürft nicht vergessen, der alte Produktionsstab ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass das alte Star Trek-Universum untergegangen ist.
    Und ich bin heute noch sauer, dass die Hauptdarsteller von TNG bei diesem unfassbar besch... Star Trek:Nemesis mitgemacht haben, obwohl sie es von vornherein wussten.

    Anschließend muss ich sagen, dass ich mein ganzes Leben lang schon ein riesiger Star Trek-Fan bin und Star Trek bei mir unangefochten auf Lebenszeit auf der Nummer 1 meiner "TOP 3 Lieblingsserien" steht. Obwohl ich selbst vor ein paar Jahren soweit war, Star Trek aufzugeben. Als dann aber 2009 "Star Trek" in die Kinos kam, hat mir der Film die Motivation gegeben, mir die alten Sachen wieder anzusehen und zu feiern.
    Zusammenfassung: Ich liebe beide Star Trek´s, das alte, sowie das neue.

    Wie seht ihr das?
     
  2. Galaxy-Class

    Galaxy-Class Lieutenant

  3. Windsor

    Windsor Captain

    Vielleicht beschreibst du "anders" ein bisschen?
     
  4. KlasseM

    KlasseM Lieutenant Junior Grade

    Ich habe gar nichts gegen den Reboot, ich habe die Filme grundsätzlich auch gerne gesehen und ich denke, es wurde insgesamt ein anständiger Job gemacht.
    Und natürlich bin ich erst mal über alles dankbar, was Star Trek am Leben erhält.

    Für mich kommt halt nichts an TOS ran, aber das hat mehr persönliche Gründe. Ich bin einfach damit groß geworden und sozusagen geprägt ;-)
    Heißt jetzt nicht, dass ich unfähig wäre, mich auf Neues einzustellen. TNG z.B war eine tolle Sache und hat mich durch mein Studium gebracht.
    Von daher werde ich mich auch über einen 13. Teil freuen.

    Klar, es gibt bei den neuen Filmen ein paar Sachen, die mir nicht so passen. Aber die gibt es immer, auch bei den alten Filmen, und letztendlich überwiegt auf jeden Fall das Positive. Und solange das so ist, werde ich mir die Filme auch gerne weiter anschauen.
     
  5. master80198

    master80198 Lieutenant Junior Grade

    Mit der Meinung von KlasseM gehe ich zu 100% mit.
    Ich bin mit TOS großgeworden und TNG hat meine gesamten Ansichten und meinen Charakter maßgeblich geprägt. DS9 steht bei mir auf einer Stufe mit TNG. Mit Voyager kann ich mich bis auf wenige Ausnahmen überhaupt nicht anfreunden und Enterprise genau dasselbe. Mit den neuen Star Trek-Filmen bekam Star Trek eine neue Richtung. Der 2009er-Film war dazu da, die Neue Zeitlinie zu etablieren und STID hat meiner Meinung nach die Figuren finalisiert: Chris Pine ist am Ende fast gar nicht mehr vom Original-Kirk zu unterscheiden, Zachary Quinto hat sich dem Original-Spock ziemlich angenähert und am Ende von STID geht die 5-Jahres-Mission los. Ich bin J.J. Abrams und seinem Produktionsteam dafür dankbar, dass sie uns Star Trek wiedergebracht haben und ich hoffe, dass in den nächsten 2-3 Jahren eine neue Serie kommt, die auf diesem Universum aufbaut.
     
  6. dsonnscheintschee

    dsonnscheintschee Moderator Mitarbeiter

    :lol:

    Reboot, na ja, Totales neu interpretieren würde ich eher sagen!

    Wenn man alte Serien, TOS, TNG, DS9, VOY und alle Kinofilme außer acht lässt. Braucht man sich nicht wunder, wenn das alte Fan einem Übel nehmen und den Film "zerreden".

    Leider ist es so, dass jeder neue Kinofilm ein größeres und noch mit mehr FX gespickterer Film sein muss, wie der vorherige. Am besten sieht man das an der Stirb Langsam Serie.
    Und das Publikum ist die modernen Effekte und das Krach Bum Kino gewöhnt! :(

    Das die/r neue Film/e von mir nicht mehr als Star Trek betrachtet werden, liegt an der Machart ala Mission Impossible (ha ha)! Ich kann die neuen Filme nicht als Fan (der alten Garde) anschauen sondern nur als SF-Film! :(
     
  7. JonathanArcher1998

    JonathanArcher1998 Lieutenant Junior Grade

    Ich persönlich habe den 11ten ebenfalls nicht gemocht. Ich war auch mit dem Into Darkness zunächst garnicht einverstanden. JJ kopiert einfach alles was er bekommen konnte.

    Doch nun sehe ich (Zumindest Into Darkness) als keinen Star Trek Film mehr, sondern als Sience-Fiction-Action. Er ist ein schlechter Star Trek FIlm aber dennoch gutes Sience Fiction!
     
  8. KlasseM

    KlasseM Lieutenant Junior Grade

    Als Reboot würde ich es schon bezeichnen. Dass mir nicht alles als Fan der alten Garde gefällt, liegt vielleicht auch einfach - naja - eben an meinem Alter ;-)

    Schön hingekriegt haben sie meines Erachtens den gesamten Look: die Uniformen, die Schauspieler (die ja schon eine ziemliche äußere Ähnlichkeit haben) usw.

    Möglicherweise muss man der jüngeren Generation einfach auch was Anderes bieten. Schlechte Trickaufnahmen, zu wenig Action und meine geliebten Pappmaché-Felskulissen wie in der alten Serie locken heutzutage natürlich keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor. Ich finde das charmant, andere finden es einfach nur grottenschlecht.

    Und der ideologisch-hoffnungsvolle Zukunftsvisions-Überbau hat möglicherweise auch nur unsere Generation wirklich interessiert. Jedenfalls denke ich das gelegentlich - ob das wirklich so ist, keine Ahnung ...

    Bisschen naiv ist es ja gelegentlich auch. Für mich macht es halt die Seele von ST aus, aber da scheiden sich evtl. ja auch die Geister. Von daher tue ich mich irgendwie schwer damit, die neuen Filme zu beurteilen. Gut unterhalten habe ich mich beim Ansehen auf jeden Fall schon - soviel kann ich sagen.
     
  9. master80198

    master80198 Lieutenant Junior Grade

    KlasseM hat recht. Aber ich hätte einige Dinge an den Neuen Star Trek-Filmen geändert:

    Ich hätte Leonard Nimoy als den alten Spock nicht in STID reingenommen. Er war meiner Meinung nach nur im Film, damit wir alten Fans was zu feiern haben.

    Ich hätte gerne wieder einen Star Trek-Film, der nicht auf der Erde spielt, sondern auf der 5-Jahres-Mission, die die Enterprise und ihre Crew am Ende von STID angetreten hat.

    Ich hätte den jungen Spock weniger nervig gemacht, weil er einem ständig auf den Sack geht mit seinen Regeln.

    Ich hätte Vulkan nicht zerstört.
     
  10. Galaxy-Class

    Galaxy-Class Lieutenant

    Ok ok, bevor ich noch gesperrt werde.

    Zunächst habe ich nicht den Eindruck das JJTrek vom Gros durch den Reißwolf gedreht wird. Auch das Ergebnis bei uns hier zeigt eigentlich, dass die meisten Menschen den Film mögen.
    Wie eben auch ganz viele Classic Fans und, wie du schreibst, auch der Classic Cast.

    Mein Problem mit dem reboot ist der, dass ich mich auf etwas Neues, Frisches gefreut habe. Es wurde da ja viel versprochen.
    Was dann aber mit ST2009 kam war einfach nur Hollywood Einheitsbrei. Banales Popcornkino, ein Sonntagnachmittagsfilm.
    Es war nicht nur nichts neu, es waren ganze Szenen gecopyt and gepastet.
    Die Charaktere waren arg überzeichnet, alles wirkte sehr konstruiert und auf cool getrimmt.
    Über Humor lässt sich nicht streiten, aber ich fand ihn peinlich.

    Manches hat sich mit ST2013 verbessert, aber die Maxime "Effekte vor Story" ist geblieben.
    Der Erste JJ hatte gar keine Story und beim Zweiten musste man sich viel selbst zusammenreimen, viel wurde auch erst nach dem zweiten Durchgang klar, was mir zeigt, dass der Fokus nicht darauf gelegt ist eine Geschiche zu erzählen. Die Geschichte ist also Beiwerk für die Effekte.

    Über Moral wurde viel Geredet. Ich möchte die alten Episoden und Filme nun auch nicht überfrachten und verherrlichen, aber in den neuen Filmen spielen Ethik oder Denkanstöße definitv keine Rolle. Das hat früher Star Trek schon immer etwas vom Rest unterschieden.

    Man hatte so viele Möglichkeiten. Man hätte alles machen können. Herausgekommen ist nicht die intelligenteste, sonderen die einfachste Produktion.

    Trotzdem finde ich es schön wieder Star Trek auf der Leinwand zu sehen.

    Naja darum gehts ja auch gar nicht. Wenn eine Serie oder ein Film neueste SFX nutzt ist das schön (z.B. Pappmaché anno dazumals), wenn das aber alles ist, ist es nicht so schön.
    Schau und das ist doch traurig. Nicht nur, dass du der heutigen Jugend keine Zukunftsträumerreien mehr zutraust, der Film bewirkt bei dir sogar das du selbige als naiv ansiehst.
     
  11. KlasseM

    KlasseM Lieutenant Junior Grade

    Es ist gar nicht so, dass ich der heutigen Jugend das nicht zutraue. Ich denke, die Zeiten haben sich halt geändert. Ich kann mich einfach noch an die Zeiten des kalten Krieges erinnern - als man abends ins Bett ging und gehofft hat, dass über Nacht keiner auf den roten Knopf drückt.
    Jede Generation wächst mit ihrem eigenen Lebensgefühl und mit ihren eigenen Ängsten auf. Das, was für uns aufgrund unserer Zeit wichtig war, ist es heute nicht mehr so. Und das ist ja auch ganz normal und richtig.
    Was die jüngere Generation bewegt, kann ich ehrlich nicht so genau einschätzen, dazu müsste ich sie fragen. Ich kann nur sagen, wie es mir damals ging, und dass dann die Vision von ST - eine vereinigte Erde - sehr attraktiv und von großer Symbolkraft war, dürfte klar sein.

    "Naiv" sage ich im Übrigen nicht wegen der neuen Filme, sondern aufgrund meiner zugenommenen Lebenserfahrung. Heißt auch gar nicht, dass ich die ST-Vision nicht immer noch unverändert erstrebenswert fände.

    Was mir am Reboot definitiv nicht so gefällt, ist, dass manche Szenen so explizit und damit leider banaler geworden sind.
    Wo man in der alten Serie ein hintergründig-humorvolles Grinsen von Kirk oder eine hochgezogene Augenbraue von Spock hatte, gibt es in den neuen Filmen eher brachialen Humor und coole Sprüche.
    Wo Kirk in der alten Serie nur sagen musste "That's an order" und man wusste, nun ist er bereit, sich mal wieder für den Rest der Crew zu opfern, gibt es in den neuen Filmen endloses Gequatsche darüber - vor allem in STID. Das hat mich schon genervt und das war auch trivial.
     
  12. master80198

    master80198 Lieutenant Junior Grade

    Nene, hier soll keiner gesperrt werden :)

    ich wollte euch mit diesem Beitrag nur sagen: Leute, seit mal offener für nene Sachen im Star Trek-Franchise und nicht so festgefahren. Ja, die Filme haben inhaltliche Fehler und Logiklöcher, aber trotzdem hat die Filme 3 Sachen, die aus diesen Filmen Star Trek machen.

    1. Kirk, Spock und Pille sind auf einem Planeten und es passiert irgendeine Scheiße.

    2. Kirk fängt im ersten Drittel von STID an, auf Pille und Spock zu hören und seine Entscheidung auf der Grundlage ihrer Vorschläge zu fällen.

    3. Kirk´s berüchtigte Cowboysprüche aus der klassischen Serie, so in der Art von "Es war ein Spaß". Kam das erste mal, als er mit der gesamten Manschaft redet und er am Ende sagt: "Ok, dann lasst uns diesen Mistkerl mal schnappen."
     
  13. KlasseM

    KlasseM Lieutenant Junior Grade

    Botschaft angekommen ;-)
    Vieles an den neuen Filmen ist ja auch ganz schön. Einen 13. Teil werde ich mir definitiv anschauen.
     
  14. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    GalaxyClass' Post stimme ich deutlich zu, insbesondere bzgl. dem "Neuen". Wirklich "Neu" war an Abrams Trek nichts ("falsch betiteln" ist für mich nicht "neu" ;) ). AT2 war aber immerhin besser als AT1.

    Das ist auf jeden Fall nicht naiver als zu glauben, dass jede Situation mit Waffen zu lösen sei. Und diese Darstellung ist in aktuellen Filmen ja sehr verbreitet. Es mag ja auch so sein, dass der Vorzeitmensch in uns intuitiv erstmal diese Draufschlag-Handlungsweise parat hat, solange sich das Hirn nicht einschaltet - und wenn einem immer wieder gesagt wird, dass es nur den Hammer als Werkzeug gibt, werden die meisten halt auch einfach akzeptieren, dass jedes Problem ein "Nagel" ist und Draufschlagen die einzig denkbare Vorgehensweise.
    Dennoch ist es evident, dass bessere Ergebnisse herauskommen, wenn man zusammenarbeitet und das Wohl aller Beteiligten im Auge hat.
    Dass es tatsächlich möglich ist, dass die Menschen dereinst soweit sein werden, ihr Hirn zu nutzen und auf Zusammenarbeit zu setzen statt direkt auf ihre primitive DraufschlagMentalität reinzufallen, halte ich auch nicht für besonders naiv, höchstens für ein bißchen visionär.
    Etwa vergleichbar mit denjenigen, die vor 400 Jahren den "naiven" Traum hegten, dass dereinst statt einem Monarchen das Volke regieren könne - und ihnen natürlich entgegnet wurde, dass das Überleben in dieser "Form des Chaos" schlichtweg der Natur des Menschen widerspräche.

    Live long and prosper,
    Vulcan
     
  15. KlasseM

    KlasseM Lieutenant Junior Grade

    Da gehe ich voll mit dir.
    Mit "naiv" bezog ich mich auch weniger auf die Vision von Star Trek (vielleicht habe ich das nicht deutlich genug gemacht), sondern eher darauf, dass der Mensch als solcher sich eben einfach häufig schwer damit tut, über seinen eigenen Tellerrand hinweg zu sehen, und dass es deshalb schwierig ist, eine Denkweise zu etablieren, wie sie in ST propagiert wird.
    Wünschen würde ich mir das schon.
     
  16. JonathanArcher1998

    JonathanArcher1998 Lieutenant Junior Grade

    Die Frage ist natürlich ob JJ Abrams überhaupt die Trekkies mit dem Film "erreichen" wollte. Ich denke eher dass die Zielgruppe des Films auf heutige Ansprüche gehen sollte. Als Entschuldigung packt er dann für die Trekkies Leonard Nimoy und ein paar bekannte Zitate mit in die Filme. Der Film Into Darkness war voller "Insider" die nur Trekkies kennen konnten!
     
  17. KlasseM

    KlasseM Lieutenant Junior Grade

    Das stimmt, was mir auch sehr gefallen hat.
    Ich denke auch, Abrams versucht einen Spagat, indem verschiedene Zielgruppen bedient werden sollen. Dass das dann nicht immer so aufgeht, dürfte ebenfalls klar sein. Gelegentlich ist es dann nicht Fisch und nicht Fleisch.

    Besser gelungen ist dieser Spagat meines Erachtens bei "Sherlock" mit Benedict Cumberbatch. Das passt in der Regel sowohl für Sherlockianer der alten Schule als auch für ein bis dato Holmes-fernes Publikum. Aber die Serie dürfte hier auch eine große Ausnahme sein.

    Insgesamt finde ich aber schon, dass für Trekkies der ersten Stunde das ein oder andere Schmankerl auf jeden Fall drin ist! Sehr gefreut habe ich mich z.B. über den Tribble in STID, und das hat dann auch dazu geführt, dass ich mir nach langen Jahren mal wieder die TOS-Originalepisode zu Gemüte geführt habe :thumbup:
     
  18. JonathanArcher1998

    JonathanArcher1998 Lieutenant Junior Grade


    Stimmt. Die Tribble-Folge habe ich auch noch gut in Erinnerung!:D
    Die Prügelei zwischen Scotty und den Klingonen...Köstlich:) Und am besten war Spock mit seinen logischen Schlussfolgerungen die ihm hier nix gebracht haben:DD
     
  19. DanaWolf

    DanaWolf Lieutenant Junior Grade

    Hallo


    ich verstehe auch nicht, was diese verhärteten Fronten sollen. Es gibt so vieles was neben einander existieren kann warum nicht bei Star Trek auch.
    Aber leider geht das nicht, wenn Menschen das sagen haben, die Dinge (in diesem Falle Star Trek) zu einer Religion machen.

    Gruß
     
  20. Vulcan

    Vulcan Lieutenant

    Also da gibt es doch gleich einige Sachen, die ich bezüglich dieses Beitrags anmerken möchte.

    1. Welche verhärtete Fronten siehst Du?
    Du wirst hier kaum einen finden, der einfach bedingungslos und/oder grundlos über "die andere Seite" herzieht. Die Kritik ist doch fundiert. Wenn jemand die Inhaltslosigkeit, die moralische Rückwärtsgewandheit (insbesondere auch im emanzipatorischen Sinne), das Fehlen philosophischer und/oder moralischer Ansätze, die LenseFlare-Blendoptik, den Brauerei-Maschinenraum oder, dass er nichts Neues sondern nur Mainstream mitbringt oder sonst was von Abrams Trek kritisiert, so ist das doch inhaltlich fundiert und ergibt Sinn.
    Ebenso wenn jemand Star Trek kritisiert, weil es zu wenig Action biete oder ein zu positives Menschenbild zeichne (also ein weiß-graues gegenüber dem grau-schwarzen des meisten Mainstreams), dann wird das hier doch auch für gewöhnlich entsprechend ausgeführt.
    Es macht hier ja niemand einfach Abrams Trek runter, weil es von Abrams stammt oder eben Star Trek, weil es nicht von Abrams ist oder "alt" sei. Gerade am Beispiel Into Darkness sieht man doch auch, dass auch bei den neuen Filmen gewürdigt wird, wenn Abrams etwas nicht so schlechtes abliefert wie den ersten Film.

    2. Was heißt denn hier "kann nebeneinander existieren"? Ich habe hier noch nicht gelesen, das irgendjemand alle, die diesbezüglich anderer Meinung sind, tilgen wollen würde. Aber man wird ja wohl noch seine eigene Meinung haben dürfen, welchen Film man gut findet und welchen man schlecht findet und diese Meinung auch offen begründen dürfen.

    3. "wenn Menschen das sagen haben, die Dinge[...] zu einer Religion machen"!?
    Da steckt offenkundig ein grundlegender Irrtum dahinter.

    (A) Es macht kaum jemand Star Trek zu einer Religion. Star Trek ist eine Reihe sehr guter, unterhaltsamer und teilweise inhaltlich wertvoller Filme und Serien und daraus heraus ein lohnendes Hobby. Star Trek lehrt dabei gleichzeitig, dass man mit offenem Geiste durch das Leben gehen sollte. Das passt nicht gut zur bedingungslosen Dogmatik, die sich für gewöhnlich bei Religionen findet.
    (B) Ich vermute mal, dass Du damit absurd übertrieben beschreiben möchtest, wie Du Fans emfindest, die die Stärken von Star Trek auch weiterhin in Filmen sehen wollen, wenn diese den Titel "Star Trek" tragen. Zu diesen gehöre ich natürlich auch. Ich bin natürlich kein Fan von Etikettenschwindel.
    Wenn dem so ist, dann ist die Formulierung "wenn Menschen das sagen haben, die [...]" offensichtlich auf einem Irrtum begründet, denn diese haben ja offensichtlich nicht das Sagen, sonst würden die neuen Filme ganz anders aussehen als sie sind.
    (C) Zweite Möglichkeit, wo hier der Irrtum vorliegen könnte: Meine Vermutung aus (B) könnte ein Irrtum sein und Du meinst mit "wenn Menschen das sagen haben, die Dinge[...] zu einer Religion machen" Paramount und Abrams, die "das GeldVerdienen" als "Religion" betreiben. Dann würde Deine Aussage Sinn ergeben und der Irrtum also auf meiner Seite liegen. :D

    Live long and prosper,
    Vulcan